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Den Festabend 125 Jahre Sängerbund Bauschlott umrahmte der Jubiläumschor unter der Leitung von Bernd Haberstroh selbst. Fotos: Dietrich
Den Festabend 125 Jahre Sängerbund Bauschlott umrahmte der Jubiläumschor unter der Leitung von Bernd Haberstroh selbst. Fotos: Dietrich
10.07.2016

Vielstimmiges Lob: Sängerbund feiert 125-jähriges Jubiläum

Neulingen-Bauschlott. Mit „Festliche Klänge“ eröffnete stimmgewaltig der Männergesangverein Sängerbund Bauschlott am Freitagabend im Hotel „Goldener Ochsen“ den Festabend zum 125-jährigen Jubiläum. Vorsitzender Karl-Wilhelm Elsäßer belichtete in seiner Ansprache die Vereinschronik: „125 Jahre Sängerbund Bauschlott ist ein Jubiläum, das eher selten gefeiert wird. Wir haben das Glück, dass für das Vereinsleben, zumindest ab 1900 bis heute, alles Wichtige festgehalten ist.“

Acht sangesfreudige Männer aus dem Arbeiterstand hatten sich zusammengefunden und 1891 mit finanzieller Unterstützung des Turnvereins Bauschlott den Gesangverein „Sängerklub Turnverein“ gegründet. „Wir können uns glücklich schätzen, denn wir gehören zu den stimmgewaltigsten Männerchoren weit und breit, unser Chor zählt 40 bis 50 aktive Sänger“, betonte Elsäßer. Dirigent Bernd Haberstroh erwähnte, dass die eigentliche musikalische Neuerung im 19. Jahrhundert der Männerchorgesang war. „Ich selbst durfte ihn über einen – im Vergleich zu den 125 Jahren Vereinsgeschichte – kurzen Zeitraum als Chorleiter auf diesem Weg begleiten. Doch dieser relativ kurze Zeitraum – es sind bis dato 22 Jahre – waren in meinem Leben eine echte Bereicherung“, betonte der Dirigent.

Das Stück „Welch ein Geschenk“ sollte keine Anspielung auf die zu erwartenden Jubiläumsgaben sein. In seiner Festrede erinnerte Neulingens Bürgermeister Michael Schmidt, dass sich am 27. Juli 1902 der „Sängerklub Turnverein“ den Namen Sängerbund Bauschlott gab und von da ab als selbstständiger Gesangverein Bestand hat. „In der Gemeinschaft unseres Gemeinwesens ist der Sängerbund Bauschlott ein unverzichtbarer Bestandteil geworden. Ohne ihn hätte unser Ort in vielerlei Hinsicht einen anderen Charakter. Er hat die kulturelle Entwicklung unseres Heimatdorfes stark beeinflusst und geprägt“, hob der Neulinger Schultes hervor. Für den Patenchor Gesangverein „Freundschaft“ Göbrichen, überreichte Vorsitzender Udo Hofsäß als Unikat an den Vorsitzenden Elsäßer eine ganz besondere Urkunde. Er dankte für die seit vielen Jahrzehnten gepflegte Tradition, wobei gemeinsam Höhen und Tiefen überwunden wurden.

Rektorin Elisabeth Wolf von der Friedrich-Weinbrenner-Schule Neulingen, zu deren Schulchor, unter der Leitung von Lehrerin Jutta Prenschke seit 25 Jahren eine Patenschaft besteht, lobte die Zusammenarbeit. „Wenn Jung und Alt etwas Gemeinsames machen, ist dies doch phantastisch.“ Für die örtlichen Vereine sprach Heinrich Furrer, der auch deren Jubiläumsgaben überreichte. „Der Sängerbund war immer da, wenn man ihn zur Umrahmung unserer Festivitäten oder Ähnlichem benötigte. Er bereicherte damit in erheblichem Maße unsere Aktivitäten“, dankte Furrer.

Mit zwei Musikstücken als Solist erfreute am Klavier Matthias Frick, der seit zwei Jahren den Sängerbund als Pianist begleitet. „Nun traue ich mich in den kommenden zwei Wochen nicht mehr zu Hause ans Klavier zu setzen“, meinte Chorleiter Haberstroh angesichts der brillanten Leistung.

Zu den weiteren Liedbeiträgen des Jubiläums-Chores gehörten etwa „Sing mit mir“ und „Oh my Lord“. Zum krönenden Abschluss ertönte vom Sängerbund „Träume von der Moldau“.

Umfangreichere Ausführungen über die Vereinschronik des Sängerbundes Bauschlott gibt es auf einer Sonderseite in der PZ vor dem großen Festwochenende in der Gräfin-Rhena-Halle vom 16. bis 18. September.