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30.12.2017

Vier Verletzte bei Fettbrand in Niefern

Niefern-Öschelbronn. Weil er den Topf mit Speiseöl auf dem eingeschalteten Herd vergessen hatte, hat ein 29-Jähriger am Mittwoch gegen 21 Uhr die Feuerwehren Mühlacker, Niefern und Kieselbronn mit mehr als 50 Kräften auf den Plan gerufen. Und die trafen in Niefern-Vorort ein dramatisches Bild an: Die Einsatzkräfte vor Ort hätten von einem offenen Flammenmeer gesprochen, erklärte ein Sprecher der Polizei am Donnerstagmorgen gegenüber der PZ.

Doch schnell hatten die herbeigeeilten Feuerwehren die Lage im Griff und konnten den Brand löschen. Die Auswirkungen auf das Haus selbst blieben so überschaubar. Allerdings hatte der starke Qualm Folgen: Der 29-Jährige, ein weiterer Hausmitbewohner und eine schwangere Frau mit ihrem dreijährigen Kind wurden wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert. Während die Frau, das Kind und der Verursacher selbst die Klinik bereits wieder verlassen konnten, wird ein Geschädigter laut Polizei noch behandelt.

Ursache für die Flammen und die starke Rauchentwicklung sei das Öl gewesen, so der Sprecher weiter. Das Fett überhitzte im Topf und geriet in Brand. Dabei wurden die Dunstabzugshaube und ein Teil der Küchenmöbel in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses Im Enzfeld räumten vorsichtshalber ihre Wohnungen. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt, ein Gebäudeschaden ist vermutlich nicht entstanden. Nach Lüften des Treppenhauses konnten die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Neben der Feuerwehr und der Polizei waren auch die Kreisbereitschaftsleitung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, ein Notarzteinsatzfahrzeug und drei Rettungswagen vor Ort. Der leitende Notarzt wurde per Zubringer des Arbeiter Samariterbunds (ASB) zum Einsatz gebracht, konnte die Anfahrt jedoch abbrechen. pol/tok/nig