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Mit Stift, Block und Fotoapparat gingen die jungen Reporter von der Grundschule Göbrichen mit ihrer Lehrerin Sybille Schmidt (unten rechts) auf Entdeckungstour im Theater Pforzheim. Nina Zeile (oben links) beantwortete viele Fragen und führte die Schüler durchs Haus. Foto: Molnar
Mit Stift, Block und Fotoapparat gingen die jungen Reporter von der Grundschule Göbrichen mit ihrer Lehrerin Sybille Schmidt (unten rechts) auf Entdeckungstour im Theater Pforzheim. Nina Zeile (oben links) beantwortete viele Fragen und führte die Schüler durchs Haus. Foto: Molnar
19.02.2018

Viertklässler aus Göbrichen erkunden das Theater Pforzheim

Pforzheim. Wie viele Menschen arbeiten im Theater? Wie nennt man den Chef? Wie wird man Schauspieler? Und was passiert eigentlich, wenn einer krank wird? Viele Fragen hatten sich die Viertklässler der Grundschule Göbrichen für ihre Pressekonferenz im Theater Pforzheim überlegt. Und wie echte Profis waren sie ausgestattet: Mit Stift, Block und Fotoapparat gingen die kleinen Reporter mit ihrer Lehrerin Sybille Schmidt ans Werk, wollten alles über die verschiedenen Theaterberufe wissen.

Schon im kleineren Bühnenraum „Podium“, wo sie von Theaterpädagogin Swantje Willems begrüßt wurden, löcherten sie Nina Zeile mit ihren Fragen. Die 19-Jährige aus Mühlacker macht gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur an dem 1950 erbauten Theater. „Um Schauspieler zu werden, muss man drei Jahre studieren“, erzählte sie. Danach müsse man oft viel Text lernen und Ausdauer haben. Denn auf der Bühne stehen – „das ist Hochleistungssport“. In Pforzheim seien circa 200 Menschen am Theater beschäftigt. Davon arbeiten 100 Personen als Sänger, Tänzer oder Schauspieler auf der Bühne und 100 als Techniker, Maskenbildner oder Pförtner hinter den Kulissen.

Nina Zeile führte die Kinder zur Schneiderei und Schlosserei, zum Malersaal und in weitere Werkstätten. Auch in die Probebühnen und ins „Große Haus“, dem großen Theatersaal, durften die Neun- und Zehnjährigeneinen Blick werfen. Dort wird gerade das lustige Stück „Die Feuerzangenbowle“ geprobt – morgens und abends je vier Stunden. Am liebsten hätten die Schüler zugeschaut. Doch: „Es gibt Proben, die sind selbst für uns geschlossen“, sagte Nina Zeile.

Umso spannender war der Gang zu den langen Seilen hinter der Bühne. Sechs Wochen proben die Schauspieler, bis sie ein Stück zum ersten Mal vor Zuschauern zeigen – bei der Premiere. Doch schon sechs Monate vorher wird überlegt, wie das Bühnenbild und die Kostüme aussehen sollen.