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Zur Visitation der Kirchengemeinde gehörte für die Kommission um Ute Müller (von links), Gabriele Glasser, Dekan Christoph Glimpel und Pfarrer Oliver Elsässer auch ein Blick ins wiederaufgebaute Wilferdinger Gemeindehaus zusammen mit Pfarrer Friedemann Zitt und Gemeindediakon Patrick Zipse. Foto: Zachmann
Zur Visitation der Kirchengemeinde gehörte für die Kommission um Ute Müller (von links), Gabriele Glasser, Dekan Christoph Glimpel und Pfarrer Oliver Elsässer auch ein Blick ins wiederaufgebaute Wilferdinger Gemeindehaus zusammen mit Pfarrer Friedemann Zitt und Gemeindediakon Patrick Zipse. Foto: Zachmann
13.05.2018

Visitation der evangelischen Kirchengemeinde Wilferdingen: Ziele festgelegt

Remchingen-Wilferdingen. Vom Kindergarten über den Gottesdienst bis hin zum Integrationsprojekt „Tankstelle“ oder dem Tafelladen.

Eine Woche lang unterwegs in der evangelischen Kirchengemeinde Wilferdingen und bei Angeboten, an denen sie beteiligt ist, waren Dekan Christoph Glimpel, Schuldekanin Katharina Vetter, der Königsbacher Pfarrer Oliver Elsässer sowie die beiden Bezirkskirchenräte Gabriele Glasser und Ute Müller. Fazit ihrer Visitation, die regulär etwa alle sieben Jahre in Kirchengemeinden stattfindet, ermutigen und neue Ziele festlegen soll: „In Wilferdingen herrscht kein Mangel an Wundern.“

So brachte zumindest der Dekan im Rahmen einer abschließenden Gemeindeversammlung seine Eindrücke auf den Punkt. Immer wieder habe er von durch Gott geöffneten Türen gehört, die zunächst fest verschlossen schienen – beispielsweise beim fast abgeschlossenen Wiederauf- und Umbau des nach einem Brand völlig verrußten Gemeindehauses: „Hier wirkt der Heilige Geist“, ist er überzeugt.

Zu den sieben Zielen, die die Visitationskommission des Kirchenbezirks Pforzheim-Land mit dem Wilferdinger Kirchengemeinderat schloss, gehört unter anderem ein im Herbst startender Kurs, der Interessierten Grundlagen des christlichen Glaubens vermitteln soll. Neben der weiteren Vernetzung von bestehenden Gruppen will die Gemeinde ab kommendem Jahr testen, ob ein regelmäßiges gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst auf positive Resonanz stößt und das Miteinander weiter stärkt. Außerdem sollen die Gottesdienstbesucher durch einen Fragebogen und Diskussionsrunden die Möglichkeit haben, mit Anregungen und Änderungswünschen das aktuelle Gottesdienstkonzept weiter zu gestalten. Auf den direkten Wunsch von zwei Gemeindemitgliedern, man solle wieder mehr ältere Kirchenlieder singen und der Pfarrer solle regelmäßig seinen Talar tragen, appellierte Kommissionsmitglied Elsässer für das vielfältige Miteinander, denn genauso gebe es gegenteilige Meinungen: „Der Gottesdienst als Gemeindemitte soll unsere Verschiedenheit abbilden, auch wenn in einer Stunde nicht alle Wünsche abgedeckt werden und nicht immer jeder auf seine Kosten kommen kann. Das sollte kein Grund sein, sich zu zerstreiten.“

Helfer gesucht

Nach der Wiedereröffnung des Gemeindehauses gelte es zudem, für dessen Bewirtschaftung und Instandhaltung Mitarbeiter und Verantwortliche zu finden. Auch das regelmäßige Gebet findet seinen festen Platz in den Zielen, deren Erreichen die Kommission in drei bis vier Jahren überprüfe. Pfarrer Friedemann Zitt und Diakon Patrick Zipse ergänzten, dass es neben dem Kindergottesdienst und dem Generationen-Miteinander auch die knapper werdenden Kindergartenplätze im Blick zu haben gelte. Außerdem: „Bei der Remchinger Diakoniestation hat man momentan nicht den Eindruck, etwas verbessern zu müssen – aber auch hier müssen sich die Träger rechtzeitig fragen, wie es in ein paar Jahren weitergeht.“