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Einen möglichst leeren Schreibtisch will Volker Mielke übergeben, wenn er nach 41 Jahren als Lehrer und elf Jahren als Schulleiter in den Ruhestand geht. Foto: Zachmann
Einen möglichst leeren Schreibtisch will Volker Mielke übergeben, wenn er nach 41 Jahren als Lehrer und elf Jahren als Schulleiter in den Ruhestand geht. Foto: Zachmann
23.07.2015

Volker Mielke, Rektor der Bergschule in Singen, geht in den Ruhestand

Jahrzehntelang war er mittendrin, in ein paar Tagen wird Rektor Volker Mielke die Bergschüler höchstens noch auf dem Pausenhof hören, wenn der 64-Jährige in seinem nicht weit entfernten Garten arbeitet. Schon früh war dem waschechten Singener, geboren 1951, klar, dass er seiner Heimat treu bleiben möchte: „Fürs Theologiestudium hätte ich wegziehen müssen, also entschied ich mich für das Lehramt Grund- und Hauptschule in Theologie und Geschichte.

Zwar hatte Mielke sich 1974 für seine erste Schule in Vaihingen-Enz ein Zimmer genommen, freute sich aber umso mehr, anderthalb Jahre später an der heimatnahen Königsbach-Steiner Heynlinschule unterrichten zu dürfen, wo er auch seine zweite Dienstprüfung absolvierte und nach weiteren zehn Jahren 1985 im Tausch mit zwei anderen Kollegen an die Singener Bergschule wechselte. Endlich wieder in der Heimat zurück, die er als freier Mitarbeiter der PZ jahrelang auch mit literarischer Freude unterstützte.

Neben dem Unterricht war es Mielke auch in Sachen Computer-Technik wichtig, die Schule stets am Ball zu halten und Lehrerkollegen aus dem Enzkreis in Informatik fortzubilden: „Es geht einfach nicht ohne. 1995 hat so mancher erstmals das Wort CD-ROM in den Mund genommen. Da haben wir unseren Neubau schon mit einem Server vernetzt.“ Neben Computerraum und mobilen Notebooks konnte er dieser Tage zusammen mit der Gemeinde das Angebot um Tablets erweitern. Auch eine eigene Sprachförderklasse für Aussiedlerkinder hatte er gegründet und nahm die Schüler damals in seiner Freizeit mit zum FC Germania Singen, um sie über den Sport quasi zu integrieren.

Außerdem trieb der engagierte Lehrer den Schwimmunterricht voran, sah das vorhandene Hallenbad als Chance, die es zu nutzen galt. Mit Erfolg: Dreimal schwamm die Mädchenmannschaft der Bergschule beim Bundesfinale in Berlin, zweimal holte sie den Bundessieg.

So übernahm Mielke mehr und mehr auch erste Schulleitungsaufgaben, begleitete die ersten Ganztagsbetreuungs- und Mittagessensangebote und war seit Beginn der 2000er-Jahre Konrektor. Seit dem plötzlichen Tod von Rektor Bernd Müller im Jahr 2004 leitete er die Schule gemeinsam mit Konrektorin Angelika Veith.

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