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05.04.2009

Volker Winkel zum Bürgermeister von Ispringen gewählt

ISPRINGEN. Die Ispringer haben den bisherigen Amtsverweser Volker Winkel mit einer klaren Mehrheit zum neuen Bürgermeister gewählt. Am Ende hatte er 1458 Stimmen Vorsprung vor dem Ispringer Gemeinderat Stefan Jung.

Als Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Ballarin gestern kurz vor 19 Uhr das Ergebnis der Ispringer Bürgermeisterwahl verkündete, wirkte Volker Winkel von der Deutlichkeit genauso überrascht wie viele Beobachter im gerammelt vollen Sitzungssaal des Rathauses. Kurz nach Schließung der Wahllokale erwarteten viele Wähler noch einen knappen Ausgang, einige rechneten mit einem zweiten Wahlgang. Doch schon die Berge der Stimmzettel bei der Auszählung hatten eine andere Sprache gesprochen.

Am Ende war der von den Ispringern als härtester Rivale des Amtsverwesers eingeschätzte Gemeinderat Stefan Jung knapp über 20 Prozent der Stimmen weit distanziert. Die beiden Unternehmer Karlheinz Elsäßer und Mathias Fey landeten abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier. Im Ispringer Rathaus war die Stimmung der Besucher, die aus erster Hand erfahren wollten, wer ihr neuer Bürgermeister wird, ähnlich deutlich. Mit einem Beifallssturm wurde die Stimmenzahl für Volker Winkel begrüßt.

Er sei „völlig überwältigt“ von dem Resultat, sagte Winkel, nachdem er die ersten Glückwünsche von seiner Familie und von Konkurrenten entgegengenommen hatte. Wenig später blickte er in seiner Ansprache gleich voraus. „Ich bin froh, dass nach dem Wahlkampf wieder Zeit ist zu schaffen“, sagte Winkel und kündigte die ersten Vorhaben, die er umgehend anpacken will, gleich an. Als erste sollen die jungen Ispringer im Mittelpunkt stehen, das hatte der 51-jährige schon im Wahlkampf angekündigt. Das Konzept für eine neue, offene Jugendarbeit und Ideen für den Bildungsbereich sollen schnell auf den Weg gebracht werden.
Möglichst bald will Winkel mit dem Gemeinderat über die Zukunft sprechen. Dann als gewählter Bürgermeister und nicht mehr als Amtsverweser, der die Geschäfte im Rathaus übernommen hatte, als Ispringen nach der gesundheitsbedingten Dienstunfähigkeit des Amtsvorgängers Heinrich Kemmet ohne Verwaltungs-Chef dastand. Es hatte in Ispringen in den vergangenen Monaten einige turbulente Gemeinderatssitzungen gegeben. Winkel ging darauf in seiner Rede nicht ein. Er betonte aber, dass das Gremium die entscheidende Instanz für die Richtung sei, die in der Gemeinde eingeschlagen werde. „Ich bitte Sie aber“, sagte Winkel an die Räte gerichtet, „geben Sie der Verwaltung in den Details ein bisschen Luft.“ Für diesen Satz erntete er spontanen Applaus.

Gemeinderat Wolfgang Ballarin hatte Winkel zuvor schon eine gute Zusammenarbeit mit dem Gremium gewünscht, das die Kommunalwahl im Juni noch vor sich hat. Und Kandidat Stefan Jung, der dort seinen Sitz in der CDU-Fraktion hat, sagte: „Meine uneingeschränkte Unterstützung hat Volker Winkel. Ich Wünsche ihm Gottes Segen und viel Erfolg.“ Er sei überzeugt von einer guten Zusammenarbeit.