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Seit vier Jahrzehnten ist Volkwin Weiss leidenschaftlicher Organist in der evangelischen Kirche Bauschlott. Foto: Dietrich
Seit vier Jahrzehnten ist Volkwin Weiss leidenschaftlicher Organist in der evangelischen Kirche Bauschlott. Foto: Dietrich
05.01.2016

Vollblutmusiker Volkwin Weiss überzeugt Kirchengemeinde

Bereits seit vier Jahrzehnten ist er mit großer Leidenschaft Organist. Als 15-Jähriger wurde er von Pfarrer Christian Schmechel (1925 bis 2015) gefragt, ob er Organist werden wolle. Er stellte sich dieser großen Herausforderung mit Freude und meistert sie mit Bravour. Soweit bekannt, war Weiss bei Antritt der bisher jüngste Musiker auf der Orgelbank in der Geschichte der zwei Bauschlotter Kirchen.

Und mittlerweile ist er mit vier Jahrzehnten dort auch der dienstälteste Organist. Gemeindepfarrerin Christiane Klebon-Schulz dankte namens der Kirchengemeinde mit einem Gutschein. Musik wurde dem Bauschlotter bereits in die Wiege gelegt. Denn schließlich spielten seine Mutter Elfriede und auch deren Mutter Klara Klavier, wie auch er ab dem sechsten Lebensjahr mit späterer Ausbildung. Noch als Jugendlicher kam dann das Interesse am Saxofon hinzu. Er war der ganze Stolz seiner inzwischen verstorbenen Mutter, die ihn, solange es ihr möglich war, zu seinen Orgeldiensten begleitete, da sie ihn so gerne hörte.

Volkwin Weiss hat auch die Begleitung am Keyboard des im März 1994 gegründeten Gospelchores „Big Family“ übernommen, der von einer Gruppe junger Familien ins Leben gerufen wurde und beim Gemeindefest im Juni 1994 seinen ersten Auftritt hatte. Der aus rund 20 sangesfreudigen Frauen und Männern bestehende Chor trat auch beim Organistenjubiläum zu Ehren von Weiss auf. Bei einem Empfang im Gemeindehaus verlas die Gemeindeseelsorgerin einen Brief von Bezirkskantor Wolfgang Bürck, der dem Organisten für 40 Jahre Beständigkeit dankte und ihn würdigte. Wolfram Sauer aus Mannheim, der den Chor „Big Family“ seit 1995 leitet, dankte dem Musiker für sein großes Engagement als Pianist des modernen Chores. „Zum Glück gab es in den 40 Jahren keine nennenswerten Pannen“, worüber sich der Geehrte freut. Er erinnert sich vielmehr gerne daran, wie die Orgel seinerzeit mit großem Aufwand generalüberholt worden war.