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Seit 2007 besitzt Helmut Fuchs eine einzigartige Aufsitzunterstockfräse für seine Weinberge.  Foto: Dietrich 

Vollblutmusiker, Winzer, Besenwirt und Tüftler: Helmut Fuchs feiert seinen 80. Geburtstag

Neulingen-Bauschlott. Ein Musiker mit Leib und Seele ist Helmut Fuchs, der am Dienstag bei guter Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag feiert. Hierzu bringen ihm am Dienstagabend ab 18.30 Uhr der Sängerbund und anschließend der Musikverein bei seinem Haus in der Weinbrennerstraße jeweils ein Ständchen.

Seit der Neugründung der Feuerwehrkappelle Bauschlott 1955, mit 14 jungen Musikern und Dirigent Hermann Lehrer aus Kieselbronn, ist er dabei. Von der Gründungsriege spielt nach 65 Jahren heute nur noch er im Großen Orchester mit.

Fuchs hatte außer Erster Vorsitzender sämtliche Ämter begleitet. So war er Beisitzer, Kassier, Schriftführer, Theaterregisseur und bis 1993 Stellvertreter des Ersten Vorsitzenden Wilhelm Stößer – 30 Jahre lang.

„Solange es mir noch Spaß bereitet und ich gebraucht werde, werde ich gerne weiterhin im Orchester spielen“, betont der leidenschaftliche Tonkünstler.

„Dort in der Kneipe in unserer Straße da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist ...“ besang die Legende Peter Alexander in seinem Hit aus dem Jahre 1976. So ist es auch seit einem Vierteljahrhundert in der rustikalen Besenwirtschaft „Zur Tenne“ Am Anger von Helmut Fuchs und seiner Familie, die zuletzt über Fasching wieder geöffnet hatte. Besucher kommen nicht nur aus Neulingen und der Umgebung, sondern sogar schon aus Berlin, Remscheid, den USA, Australien und Paraguay angereist. So gut ist der Ruf des Besen in Bauschlott.

Als drittes kommt hinzu, dass der Werkzeugmachermeister als außergewöhnliches Einzelstück seit dem Sommer 2007 eine einzigartige Aufsitzunterstockfräse für seine Weinberge besitzt. Durch seine Erfindung hat Besenwirt Fuchs gleich zwei „Fliegen mit einer Klappe“ geschlagen. Mit dem Unikat der Marke Eigenbau kann der Boden direkt bis an die Weinstöcke heran gelockert und von Unkraut befreit werden.

In Kooperation mit einem Kollegen, der Landmaschinenmechaniker ist, hatte der leidenschaftliche Winzer diese Fräse in zwei Jahren Tüftelei entwickelt und an der rechten Seite seines selbstfahrenden Rasenmähers angebaut.

Manche Weinbauer könnten vor Neid erblassen, da sie diese Arbeit mit der Hacke vornehmen oder ganz sein lassen müssen, da sie sehr arbeitsintensiv ist. Gegen Unkraut hilft dann nur noch Herbizid, was der Jubilar dank seiner Erfindung nicht braucht. Seine Frau Irmgard und die Familie stehen stets hinter seinen Hobbys, indem sie bei allem mitziehen.