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Kommt eine Tempo-30-Zone in Schömberg? Solchen Plänen müsste auch das Landratsamt zustimmen. Foto: dpa-Archiv
Kommt eine Tempo-30-Zone in Schömberg? Solchen Plänen müsste auch das Landratsamt zustimmen. Foto: dpa-Archiv
06.03.2017

Vom Gas: Ausschuss berät über Tempolimit an der Ortsdurchfahrt in Schömberg

Mit dem Lärmaktionsplan beschäftigt sich der Schömberger Ausschuss für Technik und Umwelt am Dienstagabend. Dabei geht es konkret um den Vorschlag, in der Schömberger Ortsdurchfahrt Tempo 30 einzuführen, um die Lärmbelastung für die Anwohner zu senken – betroffen sind die Liebenzeller Straße und die Lindenstraße.

Außerdem soll künftig bei Straßensanierungen lärmreduzierender Belag verwendet werden, wenn die Vorstellungen der Verwaltung bei den Gemeinderäten Anklang finden.

Die Lärmkartierung war im Zuge einer EU-Richtlinie notwendig geworden. Das Karlsruher Ingenieurbüro Koehler & Leutwein hatte die Ergebnisse vor rund einem Jahr erstmals im Ausschuss vorgestellt. Nun geht es darum, wie man den Geräuschpegel für die Anwohner senken könnte. Bei der Untersuchung wurde übrigens auch festgestellt, dass es an der Langenbrander Ortsdurchfahrt recht laut ist. Dort sind aber deutlich weniger Menschen betroffen: Deshalb hätte der Wunsch nach einer Tempo-Reduzierung wenig Aussicht auf Erfolg.

An der Schömberger Ortsdurchfahrt wird der Lärm durch die dichte Bebauung noch verstärkt, außerdem sind mehr Anwohner betroffen: In einem Zeitraum von 24 Stunden ist die Lärmbelastung für 30 Anwohner sehr hoch – bei Dezibelwerten zwischen 70 und 75. Fast 200 Anwohner müssen mit einer hohen Lärmbelastung leben (Dezibelwerte zwischen 65 und 70) und bei 245 sind die Werte noch hoch (60 bis 65). Die nächtliche Belastung liegt für 20 Anwohner im gesundheitsgefährdenden Bereich (60 bis 65 Dezibel). „Maßnahmen zur Lärmminderung sind daher in Schömberg erforderlich“, meint das Ingenieurbüro in seiner Untersuchung.

Bürgermeister Matthias Leyn ist sich nicht sicher, ob die Gemeinderäte einem Tempo-Limit zustimmen werden. „Vielleicht meinen manche auch, dass das für eine Ortsdurchfahrt zu langsam ist und der Verkehr dann auch langsamer aus dem Ort abfließt.“ Und selbst wenn der Ausschuss und später dann der Gemeinderat grünes Licht geben, sind noch nicht alle Hürden genommen.

Da die Ortsdurchfahrt eine Landesstraße ist, muss die Verkehrsbehörde des Landratsamtes zustimmen. Und ob sich die Beamten von der Begründung überzeugen lassen, bleibt abzuwarten. Bei der Vorstellung der Lärmkartierung vor einem Jahr, meinte der Experte vom Ingenieurbüro, es könne Schwierigkeiten mit der Genehmigung geben. Es sagte damals: „Für Tempo 30 ist die Hauptstraße eigentlich nicht laut genug.“ Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.