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Querflöten-Musik der besonderen, weil experimentellen Art präsentiert „Flau-ten-to“ in Neuhausen. Foto: Fux
Querflöten-Musik der besonderen, weil experimentellen Art präsentiert „Flau-ten-to“ in Neuhausen. Foto: Fux
13.10.2015

Vom Klang verzaubert: „Flau-ten-to“ zu Gast in Neuhausen

Für ein ganz besonderes Klangerlebnis sorgten zehn professionelle Querflötistinnen in der Sankt-Sebastians-Kirche in Neuhausen.

Die Musikerinnen des Querflöten-Ensembles „Flau-ten-to“ kommen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie sind Profis, unter ihnen auch Dorothee Sima aus Neuhausen. Sie präsentierten nicht nur Originalkompositionen, sondern die Frauen beeindruckten besonders mit experimentellen Werken. In diesen sind die traditionellen Querflötenklänge kaum oder gar nicht mehr zu hören. Beispiel dafür die „Atemwege“ von Gerhard Braun, der das Stück in den 1980er-Jahren für drei Querflöten schuf. Dabei wird mit Klängen experimentiert, es werden Sprache und Silben eingearbeitet, es wird bis zur Hörgrenze gegangen und sogar Sprachfetzen werden hörbar gemacht. Die Instrumente kommen beispielsweise für Luftübungen und Luftausströmungen zum Einsatz, werden aber auch als Rhythmusinstrumente eingesetzt, auf denen nicht nur gespielt, sondern auch geklopft wird.

Ein einmaliges Klangerlebnis, das den zahlreichen Konzertbesuchern in Erinnerung bleiben wird. Denn so ist Querflötenmusik selten zu hören. Bei Frank Michaels „Mascherada“ werden die Flötenklänge gar so verändert und maskiert, dass man diese gar nicht mehr erkennt. Dafür glauben die Zuhörer Trompetenklänge zu hören, sie nehmen statt Querflötenklänge Luftgeräusche war. Und auch die Vorhersage des Komponisten wurde erfüllt, der sich wünschte: „Würde man das Stück im Radio hören, würde man die Flöten nicht erkennen.“ Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.