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Salim Gakou (rechts) und Gerd Göhringer. Foto: Lorch
Salim Gakou (rechts) und Gerd Göhringer. Foto: Lorch
07.02.2017

Von Abschiebung bedrohter Gambier erhält Kirchenasyl

Karlsbad. „Unsere Gemeinde ist ein Haus mit offenen Türen“ – so beginnt der Leitsatz, den sich die evangelische Kirchengemeinde in Karlsbad-Spielberg gegeben hat. Davon profitiert ganz unmittelbar seit rund einer Woche der 20-jährige Gambier Salim Gakou. Er sollte aus der Asylsammelunterkunft in einem ehemaligen Hotel im Ittersbacher Gewerbegebiet nach Italien abgeschoben werden – seiner ersten Station in der EU, nachdem er und andere Flüchtlinge mit dem Boot von Libyen aus übers Mittelmeer gekommen waren. Nun hat er im Nachbar-Teilort Kirchenasyl erhalten (die PZ berichtete).

„Die Kirchengemeinde steht hinter dieser Entscheidung“, sagt Pfarrer Theo Breisacher. Man habe sich die Entscheidung, dass Gakou in kirchliche Obhut genommen werden solle, nicht leicht gemacht. Man befürchte, so Breisacher auf PZ-Anfrage, dass der Gambier, der im April 2015 aus Italien über die Schweiz nach Deutschland gekommen war und erst hier Asyl beantragt hatte, in Italien kein faires Asylverfahren bekommen werde.

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