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Beim Rattachsteg im Pforzheimer Stadtteil Eutingen legte das Land im Frühjahr einen Nebenarm der Enz an. Zwei geschützte Fische, der Strömer und die Groppe, können dort laichen. Das war vor dem A 8-Ausbau nötig. Foto: Ketterl, Archiv
Beim Rattachsteg im Pforzheimer Stadtteil Eutingen legte das Land im Frühjahr einen Nebenarm der Enz an. Zwei geschützte Fische, der Strömer und die Groppe, können dort laichen. Das war vor dem A 8-Ausbau nötig. Foto: Ketterl, Archiv
Neue Heimat für Kammmolch und Ameisenbläuling: Naturschützer sehen sich in Ötisheim einen neuen Teich und die angepasste Grünlandschaft an. Foto: Landratsamt Enzkreis
Neue Heimat für Kammmolch und Ameisenbläuling: Naturschützer sehen sich in Ötisheim einen neuen Teich und die angepasste Grünlandschaft an. Foto: Landratsamt Enzkreis
12.07.2017

Vor dem A8-Ausbau greift der Naturschutz ein

Enzkreis/Pforzheim. Neue Lebensräume sind für zwei bedrohte Fische und die Zauneidechse nötig. Fachkräfte sehen sich im Enzkreis an, wie das Land solche Ausgleichsgebiete schafft.

Der eigentliche sechsspurige Ausbau der Autobahn im Enztal beginnt Ende 2018 mit dem Einbau der neuen Bahnbrücke und im ersten Halbjahr 2019 mit dem Umbau der alten Fahrbahnen. Bevor aber die Großbaustelle eingerichtet wird, musste das für die Bauarbeiten zuständige Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe einen Ausgleich für bedrohte Arten in der Natur schaffen.

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Wie das Land dem Naturschutz im Hinblick auf den Ausbau der A 8 gerecht wurde, zeigte Landratsvize Wolfgang Herz nun 30 Naturschutz-Fachkräften und der Naturschutz-Beauftragten aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe vor Ort. „Damit werden bei Straßenbauprojekten oder anderen Eingriffen in die Natur neue Habitate geschaffen, um einen Ersatz für verloren gegangene Flächen zu schaffen“, so Herz. Erstes Beispiel: die Enz beim Pforzheimer Stadtteil Eutingen. Dort wurde ein langsam fließender Nebenarm angelegt, um zusätzliche Laichgebiete für den sogenannten Strömer und die Groppe zu schaffen. Beide Fische stehen auf der Liste bedrohter Tierarten, so das Landratsamt Enzkreis in einer Mitteilung.

Zweites Beispiel: Auf dem Gelände der ehemaligen Nike-Basis im Hagenschieß-Gebiet der Stadt Pforzheim sei mit der Beweidung durch Schafe und Ziegen ein Kalkmagerrasen etabliert worden. Künftig solle im Verbund mit Böschungen und aufgebrochenen Betondecken ein neuer Lebensraum für die streng geschützte Zauneidechse entstehen, erklärte die Kreisverwaltung den Fachleuten des Naturschutzes.

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