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Maximal sechs Jugendliche können bislang in einer sozialen Einrichtung in Kapfenhardt gemeinsam leben.Foto: Fotolia

Vorerst keine weiteren Betreuungsplätze in Kapfenhardt

Unterreichenbach. Seit 2010 gibt es im Unterreichenbacher Ortsteil Kapfenhardt eine soziale Einrichtung zur Betreuung Jugendlicher. Das ehemalige Wohnhaus, das der bisherige Betreiber, die private Pforzheimer Jugendhilfeeinrichtung amj-Ginal/Ghebregerisch GmbH, angemietet hat, ist seither für sechs Betreuungsplätze genehmigt. Im Zuge eines Betreiberwechsels ist nun die Erweiterung auf acht Betreuungsplätze bei der Gemeinde beantragt worden, was jedoch aus baurechtlichen Gründen vorerst nicht genehmigt werden kann. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

„Die Kanalisation des Hauses ist auf eine vierköpfige Familie ausgelegt“, erläuterte Hauptamtsleiter Ralph Sluka dem Gremium. Da es sich um einen Privatkanal handele, der in den öffentlichen Kanal münde, müsse der Eigentümer des Hauses erst die gesicherte Ver- und Entsorgung nachweisen, bevor eine Erweiterung auf acht Betreuungsplätze denkbar sei.

Bürgermeister Carsten Lachenauer ergänzte, dass es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit dem Kanal des Gebäudes gegeben habe. Auf Nachfrage der „Pforzheimer Zeitung“ wies er zudem darauf hin, dass nicht nur Jugendliche das Haus bewohnten, sondern auch deren Betreuer, was die Personenzahl weiter steigere.

Dass die beantragte Erweiterung der Plätze – abgesehen von der baurechtlichen Thematik – bei einigen Anwohnern nicht uneingeschränkt für Zuspruch sorgt, machten zwei Bürger deutlich, die sich in der anschließenden Fragestunde äußerten. Sie wiesen unter anderem auf wiederholte Polizeieinsätze wegen nächtlicher Ruhestörung hin. In diesem Zusammenhang informierte Lachenauer darüber, dass er bereits Gespräche mit der Leitung geführt habe und auch im Austausch mit den zuständigen Behörden auf Kreisebene stehe.

„Es wird Änderungen in der Leitung sowie im Konzept geben“, sagte er. Mehr dazu könne er im Augenblick noch nicht sagen und bat um Geduld. „Sobald etwas ist, melden Sie sich doch bitte direkt bei uns“, bot er Hilfe von Seiten der Verwaltung an.