760_0900_97810_Moensheim_Grenzbach_2_k.jpg
Schlimme Erinnerungen: Regenfluten wie 2013 am Grenzbach sollen in Mönsheim künftig besser bewältigt werden. Foto: Tilo Keller
760_0900_97811_Moen_Buergerinfo_Starkregengefahrenkarten.jpg
Die Risiko-Untersuchungen sind abgeschlossen: Holger Lauer, Guliana Falasca (von links) und Hans Göppert (rechts) vom Büro Wald und Corbe präsentierte die Ergebnisse mit Mönsheims Bürgermeister Thomas Fritsch. Foto: Tilo Keller

Vorsicht Starkregen: Exakte Daten gegen Überflutungsgefahren

Mönsheim. In Mönsheim kann man nun nachsehen, wo genau Starkregen gefährlich wird. In der Alten Kelter wurden die Gefahrenkarten vorgestellt.

Bei einer Informationsveranstaltung sind den Mönsheimer Bürgern die Starkregengefahrenkarten vorgestellt worden, die jetzt bei der Gemeinde eingesehen werden können. Knapp 40 Personen sind in die Alte Kelter gekommen, die auch das örtliche Hochwasser nach dem Regenereignis im Jahr 2013 noch im Gedächtnis hatten.

Hans Göppert vom Büro Wald und Corbe unterschied zwei Arten von Hochwasser: nämlich das Flusshochwasser und das Hochwasser durch Starkregen. „Von Landesseite sind das zwei verschiedene Welten“, erklärte er. Neben den Karten, mit denen früher bereits das Flusshochwasser erfasst und ein Hochwasserschutzkonzept erarbeitet worden ist, liegen jetzt auch Karten vor, die das Fließverhalten des Wassers bei Starkregen erfassen.

„Was man beim Hochwasserschutzkonzept als Maßnahmen entwickelt hat, ist durch die Starkregenmaßnahmen bestätigt worden“, merkte er an. Zu den Maßnahmen gehört die Ertüchtigung des Paulinensees, die in diesem Sommer abgeschlossen werden soll. .

Danach stellte Giuliana Falasca von Wald und Corbe die Starkregengefahrenkarten für Mönsheim vor, die die Gefahr von Wasser aus den Hängen für jedes einzelne Gebäude der Gemeinde genau aufzeigt. Unterschieden wurden seltene, außergewöhnliche und extreme Regenereignisse, was in drei Karten mit den Wasserstandshöhen und Fließgeschwindigkeiten dargestellt wurde. Dabei entspricht das extreme Ereignis einer Naturkatastrophe. Zum Schutz vor seltenen und außergewöhnlichen Regenereignissen regten die Fachleute Maßnahmen wie das Hochsetzen von Kellerschächten oder das Erhöhen von Bordsteinen zum Schutz von Tiefgaragen an. Dafür empfahlen sie den genauen Blick auf die neue Karte, die die Bedrohung gebäudescharf aufzeigt.