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Symbolbild dpa
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13.05.2018

Vorstellungen für ein Seniorenzentrum in Bilfingen

Kämpfelbach. Für die Gestaltung des Areals des ehemaligen Hotels „Kämpfelbacher Hof“ in Bilfingen als Seniorenzentrum haben sich vier Träger gemeldet.

Deren Vertreter haben dem Gemeinderat ihre Vorstellungen vorgetragen, ob und wie man auf der vorhandenen, knapp 20 Ar großen Fläche ein Vorhaben verwirklichen kann, in dem nach den Vorstellungen der Kämpfelbacher Projektgruppe etwa 45 Pflegeplätze sowie betreutes behindertengerechtes Wohnen und eine Begegnungsstätte eingerichtet werden sollen.

Zwei der Bewerber gehören in den Verbund des Diakonischen Werkes Württemberg. Die Diak Altenhilfe Stuttgart würde als Betreiber des Pflegeheims und der Begegnungsstätte auftreten. Dabei wäre die Familienheim Pforzheim der Investor und Vermieter von betreuten Wohnungen. Entsprechend der Grundstücksgröße sieht die Diak bei drei Etagen die Möglichkeit, 45 oder alternativ etwa 54 Pflegeplätze unterzubringen. Je nach Größe des neuen Gebäudes will die Diak bis zu 15 Ein- bis Zweizimmerwohnungen unterbringen. Dienste für Menschen (dfm), Diakonie in der Altenhilfe, würde in Bilfingen ein Heim mit 45 vollstationären Pflegeplätzen mit einem Bereich für dementiell erkrankte Bewohner errichten. Auch der DRK Kreisverband Pforzheim-Enzkreis bekundet Interesse. In einem dreigeschossigen Gebäude sind 48 Einzelzimmer für vier Pflegestationen mit jeweils zwölf Zimmern vorgesehen. Zwei Räume im Haus stehen zur besonderen Verfügung. Das Sozialwerk Bethesda aus Bauschlott legte eine Machbarkeitsstudie vor. Zum Sozialwerk gehören mehrere Seniorenheime in der näheren Umgebung, wie das Haus Salem in Ispringen, wo auch zahlreiche Kämpfelbacher Bürger betreut werden.

Das Wohngruppenkonzept in der Betreuung sieht für drei Betreuungsgruppen mit 15 Personen in Erd- und Obergeschoss des neuen Hauses zusammen bis zu 45 Pflegeplätze vor. Mehrzweckraum, Cafeteria und Therapieräume sind im Erdgeschoss untergebracht. Mehrere seniorengerechte betreute Wohnungen können im Dachgeschoss ausgebaut werden. Zur harmonischen städtebaulichen Einfügung zeigt die Studie einen gegliederten Baukörper mit Satteldächern und als Bindeglieder niedrigere begrünte Flachdächer. Damit sich der Neubau in die Umgebung einpasst, hält das Sozialwerk Bethesda Festlegungen in einem objektbezogenen Bebauungsplan am sinnvollsten. Die Entscheidung, ob die vorhandene Tiefgarage in das neue Projekt einbezogen kann, ist erst nach weiterer Detailplanung möglich.