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Neuer Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Knittlingen ist Markus Dietz (Mitte), der von den Wehrangehörigen mit großer Mehrheit in das Amt gewählt wurde. Nach 15 Jahren hängte Timo Haller (links) als stellvertretender Kommandant eine weitere fünfjährige Amtszeit dran. Beide wurden von Bürgermeister Heinz-Peter Hopp zu ihrer Wahl beglückwünscht.  Foto: Haller 

Wachablösung bei der Feuerwehr Knittlingen

Knittlingen. Nach 15-jähriger erfolgreicher Amtszeit als Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Knittlingen stellte sich Markus Haberstroh nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wählten die Kameraden am Freitagabend Markus Dietz. Der 37-Jährige gehört bereits seit vielen Jahren der Feuerwehr an und war bislang Zugführer. In geheimer Wahl votierten 51 der 63 wahlberechtigten Wehrleute für Dietz.

Keinen Wechsel gibt es hingegen in der Funktion des stellvertretenden Kommandanten. Hier wurde der ebenfalls bereits seit 15 Jahren amtierende Timo Haller mit 55 Stimmen wiedergewählt.

In den neuen Feuerwehr-Ausschuss wurden für ebenfalls fünf Jahre Michael Dietz, Patrick Glasstetter, Dominik Roller, Torsten Dangel, Jana Bollinger (alle von der Abteilung Knittlingen), Benjamin Ebert, Marco Notter (beide Abteilung Freudenstein-Hohenklingen) und Bernhard Blanc (Abteilung Kleinvillars) gewählt. Alle übrigen Ämter wurden zuvor bereits in den jeweiligen Versammlungen der drei Abteilungen Knittlingen, Freudenstein-Hohenklingen und Kleinvillars besetzt.

Bürgermeister Heinz-Peter Hopp hatte zuvor die Gelegenheit genutzt, den scheidenden Gesamt-Kommandanten Markus Haberstroh (50 Jahre alt) zu würdigen und ihm seitens der Stadt ein Abschiedsgeschenk zu überreichen.

Hopp bezeichnete Haberstroh als einen Mann, „der die Freiwillige Feuerwehr unserer Stadt in den letzten Jahren nachhaltig geprägt hat.“ 1989 in die Wehr eingetreten, sei er 2006 zum Kommandanten gewählt worden. Er habe dieses Amt nicht einfach nur begleitet, sondern sei mit „ganzem Herzen und großem Engagement, mit Pflichtbewusstsein und Einsatz bis aufs Äußerste“ dabeigewesen. So gesehen, sei Markus Haberstroh die Idealbesetzung für diese Aufgabe gewesen, bei der es nicht selten um Leben und Tod sowie um Werte in unvorstellbarer Größe gehe. Prägend für die Amtszeit sei auch die Realisierung des neuen Feuerwehr-Gerätehauses vor sechs Jahren gewesen. In diesem, und hier speziell in der geräumigen Fahrzeughalle fand Corona bedingt mit großen Abständen denn auch die Jahreshauptversammlung statt. Es wurde heuer auch auf die ansonsten obligatorischen Ehrungen und Beförderungen der Wehrangehörigen verzichtet, diese sollen zu gegebener Zeit nachgeholt werden.

In dem schriftlich vorgelegten Rechenschaftsbericht konnte der scheidende Kommandant unter anderem vermelden, dass die Feuerwehr im vergangenen Jahr zu immerhin 70 Einsätzen (gegenüber 64 im Vorjahr) ausrücken musste. Darunter befanden sich sowohl etliche Brände (darunter zwei Großbrände) wie auch Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen mit fünf schwer- und lebensgefährlich verletzten Personen.

Seine Kameraden, so Markus Haberstroh, hätten dabei trotz der teilweise extremen Einsatzbelastung wieder hervorragende Arbeit geleistet. Die bestätigte in seinem Grußwort danach auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Martin Irion. Man könne, nicht zuletzt auch dank der zwischenzeitlich wieder laufenden Ausbildungen, das gewohnt hohe Niveau im Feuerwehr-Dienst beibehalten, so Irion.

Die Knittlinger Gesamtwehr verfügt derzeit über 85 Aktive, 17 Kameraden in der Altersabteilung und 39 Jugendliche. Beim Gemeinderat und der Verwaltung bedankte sich Haberstroh für die gewährte Unterstützung. In seinem Schlusswort stellte er nicht ohne Stolz fest, dass es ihm zusammen mit „meinem guten Führungsteam“ gelungen sei, die Feuerwehr „ruhigen Gewissens und wohl geordnet“ an seinen Nachfolger übergeben zu können.