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Andrang in der Öschelbronner Steighalle bei der ersten Vorstellung der Bewerber für den Bürgermeisterjob: Am Mikrofon Dr. Dimitr Alexander Jontschew, der von den Kandidaten wissen wollte, wie sie zur Flüchtlingskrise stehen. Foto: Tilo Keller
Andrang in der Öschelbronner Steighalle bei der ersten Vorstellung der Bewerber für den Bürgermeisterjob: Am Mikrofon Dr. Dimitr Alexander Jontschew, der von den Kandidaten wissen wollte, wie sie zur Flüchtlingskrise stehen. Foto: Tilo Keller
05.05.2016

Wahl in Niefern: Was die Kandidaten wollen – kurz und bündig

Das Fieber steigt: Übermorgen, am 8. Mai, entscheiden die Wähler in Niefern-Öschelbronn, wer am 1. Juli den Bürgermeister-Schreibtisch, den Amtsinhaber Jürgen Kurz knapp vier Jahrzehnte lang innehatte, übernehmen wird. Sieben Bewerber sind angetreten, dem langjährigen Schultes zu folgen.

Kurz hatte im Januar auf eine weitere Periode verzichtet. Ende Februar hatte die Gemeinde die Stelle ausgeschrieben. Zunächst warf niemand seinen Hut in den Ring. Das lag auch daran, dass bis zur Entscheidung der Landtagswahl Mitte März offen war, ob Erik Schweickert (FDP) aus Niefern antreten könnte oder aber ins Parlament einzieht. Schweickert ist Vorsitzender der FW/FDP-Gemeinderatsfraktion und Stellvertreter des Bürgermeisters. Er zog über die Zweitauszählung der Stimmen in den Landtag ein. Das Thema, ob er Kurz’ nachfolgen wolle, hatte sich erledigt. Prompt meldeten sich Kandidaten. Seit einem Monat läuft der Wahlkampf heiß.

Riesiges Interesse an der Wahl

Die sieben Bewerber haben sich den Bürgern bei Vorstellungsrunden jeweils in Öschelbronn und in Niefern präsentiert. Die zwei Veranstaltungen stießen auf eine enorm hohe Resonanz: In die Öschelbronner Steighalle strömten rund 600 Besucher, in den Ameliussaal in Niefern rund 800. Auf dieser Sonderseite nennen die sieben Kandidaten ihre wichtigsten Ziele, sollten sie die Wahl am kommenden Sonntag für sich entscheiden. Die PZ hatte die Bewerber gebeten, ihre persönlichen Vorstellungen in fünf prägnanten Sätzen zusammenzufassen (siehe untenstehende Bilder und Texte.

Wird die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag bereits entschieden? Dazu müsste ein Kandidat bei diesem ersten Gang der Bürger zu den Wahlurnen mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen. Sollte das jetzt am 8. Mai keinem gelingen, findet vier Wochen später, am 5. Juni, der entscheidende Wahlgang statt – dann entscheidet die einfache Mehrheit darüber, wer den Chefsessel im Nieferner Rathaus erobert.

Zu einer eventuellen Neuwahl am ersten Juni-Sonntag können neue Bewerbungen eingereicht werden – der Gemeinderat hat dafür die Frist vom Montag, 9. Mai, bis zum Donnerstag, 12. Mai, um 18 Uhr beschlossen. In diesem viertägigen Zeitraum müssten zudem Bewerber, die nicht mehr weitermachen wollen, ihre Kandidatur schriftlich zurücknehmen. Das Wahlergebnis am kommenden Sonntag wird Bürgermeister Jürgen Kurz als Leiter des Gemeinde-Wahlausschusses ungefähr um 18.45 Uhr im Ameliussaal in Niefern verkünden.