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Gelbbauchunke aus einem Tümpel im FFH-Gebiet Stromberg. Fotos: Marx
Gelbbauchunke aus einem Tümpel im FFH-Gebiet Stromberg. Fotos: Marx
Die Aussicht vom Hofberg genießt Förster Thilo Klotz: Über das Tal hinweg fällt der Blick auf den Waldsaum, der die Zivilisationsinsel des Füllmenbacher Hofes umschließt. Dabei handelt es sich um stillgelegte Waldrefugien, die wie ein Urwald wirken.
Die Aussicht vom Hofberg genießt Förster Thilo Klotz: Über das Tal hinweg fällt der Blick auf den Waldsaum, der die Zivilisationsinsel des Füllmenbacher Hofes umschließt. Dabei handelt es sich um stillgelegte Waldrefugien, die wie ein Urwald wirken.
Bergmolch aus einem Teich im Forstdistrikt Füllmenbach.
Bergmolch aus einem Teich im Forstdistrikt Füllmenbach.
Revierförster Thilo Klotz auf einer Eichennaturverjüngungsfläche. Das Areal mit den Wuchshüllen hebt sich deutlich ab vom alten Fichtenbestand im Hintergrund.
Revierförster Thilo Klotz auf einer Eichennaturverjüngungsfläche. Das Areal mit den Wuchshüllen hebt sich deutlich ab vom alten Fichtenbestand im Hintergrund.
20.07.2017

Wald im FFH-Gebiet Stromberg bietet zahllosen Tieren Lebensraum

Sternenfels-Diefenbach. Wer auf dem Hofberg steht und bei Kaiserwetter über den im Tal liegenden Füllmenbacher Hof hinweg zum Mettenberg schaut, wird unweigerlich von Glückshormonen beseelt. Der prächtige Panoramablick auf den Forstdistrikt Füllmenbach und einen Teil des FFH-Gebiets Stromberg unterstreicht, dass Forst- und Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz eine Verbindung eingehen können, die ein herrliches Stück Heimat garantiert.

In der aktuellen Forstserie ist die „Pforzheimer Zeitung“ mit dem für Sternenfels und Diefenbach zuständigen Revierförster Thilo Klotz unterwegs. Vom kleinen Wanderparkplatz an der Gabelung zum Füllmenbacher Hof und zu den Jugendhäusern führt der Weg zunächst in einen verträumten Seitenweg zu Tümpeln und den für die forstwirtschaftlichen Aktivitäten im Distrikt Füllmenbach so charakteristischen, kleinen Eicheninseln mit jungen Pflanzen in Wuchshüllen. Doch selbst die Wuchshüllen allein bieten nicht genügend Schutz.

An anderer Stelle im Distrikt, im Streichert in der Nähe des Hofberges, demonstriert Klotz anhand der Tätigkeit von Waldarbeitern, dass die Feinarbeit der Forstwirte vonnöten ist, um Brombeersträucher klein zu halten, aber auch kleine Rot- und Hainbuchen in Schach zu halten. Ein besonderes Augenmerk hat Klotz auch auf Tiere, Insekten, Moose und Farne in seinem Revier, denn die Waldbewirtschaftung ist bei ihm auch Teil des FFH-Gebiets Stromberg, ein mehrhundertseitiger Managementplan für das genannte Gebiet ist sein täglicher Begleiter.

Den Abschluss der Exkursion bildet eine Augenweide: Im Sternenfelser Forst ragen mächtige Mammutbäume bis weit in den Himmel, so weit, dass sie erkennbar von Blitzeinschlägen gezeichnet sind. Auch die Totholzkonzeption im Forst von Klotz ist ein wichtiges Element. In einer abgestorbenen Eiche in seinem Revier sind bis zu 900 von 1300 totholzbesiedelnde Käferarten zu finden, in einer Buche immerhin bis zu 600 Arten. Das unterstreiche, so Klotz, wie wichtig der Forst für diese Kleinlebewesen sei.