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Die Nadel eines Seismographen zeichnet mit kleinsten Ausschlägen jede Bodenbewegung auf. Hier wartet ein Mitarbeiter des Landeserdbebendiensts in Freiburg ein großes Demonstrationsgerät. Die Technik in Messstationen wie in Neuhausen ist unscheinbarer, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip. Foto: Haid, dpa-Archiv
Die Nadel eines Seismographen zeichnet mit kleinsten Ausschlägen jede Bodenbewegung auf. Hier wartet ein Mitarbeiter des Landeserdbebendiensts in Freiburg ein großes Demonstrationsgerät. Die Technik in Messstationen wie in Neuhausen ist unscheinbarer, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip. Foto: Haid, dpa-Archiv
Der frühere Wasserhochbehälter auf der Waldhöhe über Neuhausen: Auch dort werden Daten gesammelt und per Funk nach Freiburg gesendet. Foto: Bogner
Der frühere Wasserhochbehälter auf der Waldhöhe über Neuhausen: Auch dort werden Daten gesammelt und per Funk nach Freiburg gesendet. Foto: Bogner
25.11.2016

Warnung vor Erdbeben: Spezialdienst richtet Messstation bei Neuhausen ein

Neuhausen/Freiburg. Es ist ruhig auf der Waldhöhe über Neuhausen. Von einem 1981 erbauten Hochbehälter 528 Meter über dem Meeresspiegel aus wird dort das Trinkwasser für das Dorf Neuhausen und für Tiefenbronns Ortsteil Lehningen verteilt. Direkt daneben schlummerte der vor 35 Jahren stillgelegte alte Hochbehälter einen Dornröschenschlaf. Das Erbauungsjahr 1900 ist im Torbogen eingemeißelt. Doch direkt darüber ist wieder moderne Technik zu sehen.

Eine Antenne sei Wanderern aufgefallen, sagt Eugen Bogner. Der 92-Jährige war vier Jahrzehnte lang Ratsschreiber in Neuhausen und wollte den Hintergrund genau wissen. Er erfuhr, dass dort auf dem Galgenberg in diesem Jahr eine Erdbebenmessstation eingerichtet worden ist.

Technisch sei das gar keine große Anlage, sagt Wolfgang Brüstle vom Landeserdbebendienst, der beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelt ist. Der Dienst hat mit einem Netz von 50 eigenen und fremden Messstationen seine Fühler im ganzen Land ausgestreckt, um ein genaues Bild von allen Bodenerschütterungen zu erhalten. Neuhausen ersetzte dabei eine alte Station bei Herrenberg. Sie wurde aufgegeben, weil die Messungen dort zunehmend gestört wurden. Denn die sensiblen Seismographen zeichnen auch auf, wenn zum Beispiel schwerer Verkehr oder große technische Geräte den Boden zittern lassen. Die Abgeschiedenheit auf dem Galgenberg kommt den Erdbebenwächtern als Ersatz gerade recht.

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