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12.09.2011

Warum Bellmer Enzberg bevorzugte

NIEFERN-ÖSCHELBRONN. Zuerst war es ein „visionäres Projekt“: 2008 bot Niefern-Öschelbronns Bürgermeister Jürgen Kurz der Maschinenbaufarbrik Bellmer an, vom angestammten Firmensitz in der Nieferner Ortsmitte auf die grüne Wiese umzuziehen.

Zuerst durchaus reserviert hatte die Chefetage damals die Offerte geprüft, ins geplante große Gewerbegebiet direkt an der A8 in Niefern zu gehen. Doch die Firma Bellmer machte dann schnell Nägel mit Köpfen. Schon Anfang 2009 waren aus Überlegungen für die Zukunft richtig konkrete Pläne geworden. Doch alles hing an hohen Zuschüssen des Landes für die Sanierung des Bellmer-Areals im Ortskern. Das Unternehmen, die Gemeinde und das Wirtschaftsministerium zeigten sich optimistisch, den Umzug des weltweit agierenden Unternehmens zu bewerkstelligen. Doch es kam nie zum Schwur. Das Land forderte Gutachten um Gutachten, eine Entscheidung über die Höchstmarke der Förderung blieb aus. Bellmer konnte notwendige Erweiterungspläne nicht mehr aufschieben - und kaufte ein Grundstück in Mühlackers Stadtteil Enzberg für ein weiteres Werk. Niefern-Öschelbronns Schultes Kurz ist deshalb gar nicht gut auf die zögerliche Politik der früheren Landesregierung zu sprechen. rst