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Ein Flaggschiff der Audi-Elektroflotte: Einen Audi A 6 der Zukunft mit der Bezeichnung L e-tron stellte das Unternehmen in einer Studie bereits 2012 auf der Auto-China in Peking vor. Der Enzkreis reservierte im Haushalt fürs kommende Jahr 130 000 Euro für einen e-tron. Landrat Röckinger wurde mit der Frage überrascht, ob dieser Betrag für einen A6 oder A8 mit Hybridantrieb geplant ist.  Foto: dpa-Archiv/Audi AG
Ein Flaggschiff der Audi-Elektroflotte: Einen Audi A 6 der Zukunft mit der Bezeichnung L e-tron stellte das Unternehmen in einer Studie bereits 2012 auf der Auto-China in Peking vor. Der Enzkreis reservierte im Haushalt fürs kommende Jahr 130 000 Euro für einen e-tron. Landrat Röckinger wurde mit der Frage überrascht, ob dieser Betrag für einen A6 oder A8 mit Hybridantrieb geplant ist. Foto: dpa-Archiv/Audi AG
28.11.2017

Was für ein Auto braucht die Kreisspitze?

Die Kreisräte haben im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss im Streit mit Röckinger einen teuren Audi aus dem Haushalt für 2018 gekippt. Bohrende Fragen wurden an die Kreisspitze gerichtet, für wen dieses Luxusauto gedacht war.

Das hat es bei Beratungen für einen Enzkreis-Haushalt noch nicht gegeben: Die Kreisräte kippten ersatzlos den Kauf eines Dienstfahrzeugs aus dem Etat 2018. Allerdings wollte die Führung des Landratsamtes ein sehr spezielles Auto für ihre Reisen anschaffen – einen neuen Audi e-tron für 130 000 Euro. Warum aber verkämpfte sich Landrat Karl Röckinger so vehement für die Luxuslimousine? Er könnte das neue Superauto gar nicht mehr fahren. Ende Januar geht er in den Ruhestand. Dann müsste er seinen Audi A 8, mit einem Verbrennungsmotor, zurückgeben.

Soll doch der neue Landrat entscheiden, was er für ein Auto will, sagte Kreisrätin Elisabeth Vogt (Grüne) und beantragte, den Kauf zu streichen. Dass die Kollegen in den anderen Fraktionen den Audi-Fall ganz ähnlich bewerten, wurde bei der Abstimmung klar. Die Mehrheit der Kreisräte im Ausschuss solidarisierte sich mit Vogt. Der Enzkreis muss auf den modernen e-tron verzichten.

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