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Alle Jahre wieder: Die Gemeinden im Enzkreis haben an zentralen Plätzen ihre Weihnachtsbäume aufgestellt und festlich geschmückt. , wie hier am Schellbronn, geschmückt. In Schellbronn steht der Baum am Marktplatz.
Alle Jahre wieder: Die Gemeinden im Enzkreis haben an zentralen Plätzen ihre Weihnachtsbäume aufgestellt und festlich geschmückt. , wie hier am Schellbronn, geschmückt. In Schellbronn steht der Baum am Marktplatz. © Ketterl
04.12.2011

Was kostet all die schöne Weihnachtsdeko?

Die Gemeinden des Enzkreises sind wieder weihnachtlich geschmückt. Was aber lassen sich die einzelnen Kommunen die Dekoration kosten?

"Kling Glöckchen, klingelingeling“ – Weihnachten steht vor der Tür. Die Gemeinden im Enzkreis werden auch in diesem Jahr festlich geschmückt und beleuchtet. Zahlreiche Lichterketten sorgen an den Weihnachtsbäumen für festliche Stimmung. Und so klingeln in der Adventszeit nicht nur die Glocken, sondern vor allem auch die Kassen der Stromanbieter. Was die einzelnen Gemeinden jedoch für ihren Weihnachtsschmuck ausgeben, unterscheidet sich erheblich.

Die Stadt Neuenbürg gehört beispielsweise zu den Spitzenreitern. 1500 Euro zahlt die Stadt nach Angaben von Kämmerin Gabriele Häußermann jedes Jahr allein für den Strom der Weihnachtsbeleuchtung. Insgesamt lässt sich die Stadt den Weihnachtsschmuck jährlich zwischen 8000 und 10 000 Euro kosten. Darunter fallen auch der Aufbau der Weihnachtsbäume in den öffentlichen Einrichtungen und die Reparatur der Lichterketten.

In Friolzheim dagegen sind nach Angaben von Kämmerer Norbert Schabel die Stromkosten vernachlässigbar. „Da haben wir mittlerweile alles auf LED-Beleuchtung umgerüstet“, erklärt er. Allerdings habe man erst die Weihnachtsbeleuchtung für den Marktplatz neu angeschafft: Für 12 000 Euro. Diese werde von einer Firma angebracht. Das koste etwa 1000 Euro. Der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz schlägt dagegen kaum zu Buche. Er stammt aus dem Gemeindewald und wird von Mitarbeitern des Bauhofes aufgestellt.

In Keltern mit seinen vier Ortsteilen kommt man allerdings mit einem Baum nicht weit. 40 bis 50 habe man in diesem Jahr aus dem Wald geholt, schätzt der Revierförster Ralf Rothweiler. Sie stehen in den Kirchen, den Mehrzweckhallen, den Kindergärten, den Rathäusern und natürlich an markanten Plätzen in den Ortsteilen. Dazu kämen die kleineren Exemplare für den Nikolausmarkt in Dietlingen und Reisig für Adventskränze und anderen Schmuck. „Da kommt einiges zusammen“, sagt Rothweiler. Drei Waldarbeiter seien mit dem Einschlagen, Aufbereiten, Transport und Aufstellen etwa drei bis vier Tage beschäftigt. Im Haushalt von Keltern seien außerdem jedes Jahr 5000 Euro für Erneuerungen am Weihnachtsschmuck eingestellt, sagt Kämmerer Jürgen Germann. Diesen würden aber nie gänzlich ausgeschöpft.

In Kieselbronn kommen die zwei großen Weihnachtsbäume am Rathaus und am Friedhof nicht aus dem Gemeindewald. Sie werden von Bürgern gestiftet. Die kleineren Exemplare in Rathaus, Schule und Festhalle kauft die Gemeinde. Kostenpunkt: Etwa 250 Euro im Jahr. Insgesamt schätzt Kämmerer Wolfgang Grun die Ausgaben für den Weihnachtsschmuck auf etwa 300 bis 400 Euro. Aufgestellt und geschmückt werden die Bäume kostengünstig von Bauhof-Mitarbeitern.

Auch in Eisingen schenken Bürger der Gemeinde den Weihnachtsbaum. Die einzige Bedingung: Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen den Baum im Garten der Spender fällen und abholen. So ist beiden Seiten gedient. Die Montage der Beleuchtung übernimmt in Eisingen allerdings nicht der Bauhof, sondern eine Fachfirma für 500 Euro. „Bei uns ist das schnell und schmerzlos gemacht“, betont Bürgermeister Roland Bauer. Insgesamt gebe man etwa 700 bis 800 Euro aus. In diesem Jahr habe man allerdings 2700 Euro investiert und bei der Weihnachtsbeleuchtung auf LED umgerüstet. Dies sei nötig geworden, weil Jugendliche die alte Lichterkette kaputt gemacht hätten. Insgesamt sei der Vandalismus bei Weihnachtsschmuck in Eisingen sehr hoch.