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28.03.2016

Wasserdruck wird in Neuhausen zum Problem

In Neuhausen bereitet die Löschwasserversorgung Sorgen. Bürgermeister Oliver Korz sieht die Gemeinde als Wasserversorger bei einem Gewerbetreibenden in der Bringschuld, dem deshalb die Baugenehmigung des Landratsamtes verwehrt bleibt.

„Wenn die Löschwasserversorgung nicht gesichert ist, dann ist auch die Erschließung nicht gesichert“, brachte es Korz in der Gemeinderatssitzung auf den Punkt.

Die Crux: Wenn es etwa im Gewerbegebiet West in Neuhausen brennt und viel Wasser benötigt wird, fällt der Druck. Würde in dieser Zeit jemand unter der Dusche stehen, kämen aus der Brause nur Tropfen statt eines Wasserstrahls. Zudem könnte durch die entstehende Saugwirkung Schmutz in die Leitungen gelangen und Maschinen zerstören.

„Wenn es im Ernstfall nicht klappt, dann muss einer den Kopf hinhalten und das ist nicht der Gemeinderat, sondern eine Einzelperson“, machte Korz deutlich und wollte auch den Gewerbetreibenden nicht „in der Luft hängen lassen“. Die entsprechende Rohrnetzanalyse samt Berechnungen stellte nun Stefan Hähnle vom Planungsbüro Kirn Ingenieure dem Rat vor. Der Bau eines Löschwasserbehälters im Bereich der Mohnbachstraße für das Gewerbegebiet West und die derzeit geplante Erweiterung könnten Abhilfe schaffen. Weitere Ansätze, die noch 2016 begonnen werden könnten: die Behebung der Problematik am Wasserturm, sprich die Zuteilung in den Ortsteil Schellbronn, der Austausch der Wasserleitung vom Mühlweg Richtung Birkenhof oder der Austausch der Wasserleitung in der Schwarzwaldstraße in Steinegg.

Wenig Verständnis hatten für das Problem Hartmut Lutz (Bürger für das Biet) und Birgit Lierheimer (FWV). „Unsere Feuerwehren haben so viele Fahrzeuge mit Löschwasser, dass im Notfall gar nicht alles benötigt wird“, so Lutz. Auch Zisternen und Feuerseen, die Seen sind in privater Hand, wollte er mehr berücksichtigt wissen. Birgit Lierheimer sieht im Duschproblem ein Luxusproblem, vor allem ärgert die Gemeinderäte, dass es nur um wenige Meter geht.

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