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Über die Grundstücke entlang der Hauptstraße in Hamberg führen öffentliche Wege Richtung Feld und Wald. Foto: Meyer

Wege ohne Belege werden zum Problem: Gemeinde Neuhausen will altrechtliche Wege in Hamberg kaufen

Neuhausen-Hamberg. Sie heißen „Bäckermichelsweg“, „Altschulmeisterweg“ oder „Altschulzenweg“ – das weiß jeder in Hamberg. Obwohl die schmalen Trassen, die von der Hauptstraße in Richtung Feld und Wald führen, auf keiner Landkarte zu finden sind. Es gibt sie seit Jahrhunderten. Jetzt werden sie zum Problem.

Typisch für sogenannte Waldhufendörfer, wie der Neuhausener Ortsteil eines ist, sind die Wege, die zwischen den Grundstücken der ehemaligen Bauernhöfe entlang der Hauptstraße die Bewirtschaftung der Flächen im rückwärtigen Bereich sicherstellten. Dort münden sie in öffentliche Feldwege.

Über Jahrzehnte kein Problem, wussten doch alle Hamberger, dass diese befestigten Pfade von den Bauern mit ihren Traktoren genutzt werden. Das ist nun, da immer mehr Auswärtige zuziehen, anders. Denn diese müssen unter Umständen nach dem Kauf des Grundstücks feststellen, dass sie Durchgangsverkehr durch den Garten dulden müssen. Denn die öffentlichen Wege sind so alt, dass sie weder im Grundbuch noch im Liegenschaftskataster vermerkt sind, erklärt Neuhausens Hauptamtsleiter Joachim Lutz.

Wie man damit umgehen soll, beschäftigt Verwaltung und Gemeinderat seit Jahren. Einen Kauf durch die Kommune wurde bereits vor Jahren angeregt, um Rechtssicherheit zu schaffen. Der Gemeinderat hat dem kürzlich zugestimmt, im Juli gingen Kaufanfragen schriftlich an rund 100 Grundstücksbesitzer entlang der acht Trassen ab der Hauptstraße sowie der Querverbindung „Überzwerchwegle“. Doch nicht alle Anlieger sind begeistert.

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