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03.05.2016

Wegen Waldkindergarten: Bürgermeister in Heimsheim wird ungeduldig

Heiß her ging es im Heimsheimer Gemeinderat bei der Diskussion über einen neuen Waldkindergarten des Vereins „Naturkinder Flacht“. Die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Evelyn Quass, stellte die Ziele und das Leitbild eines Natur- und Waldkindergartens vor.

Ginge es nach ihr, würde der Waldkindergarten in Heimsheim bereits im September dieses Jahres seine Pforten für kleine Waldentdecker öffnen. Den meisten Mitgliedern des Gemeinderats geht das jedoch viel zu schnell. Nach langer Diskussion wurde die Entscheidung auf Juni vertagt Evelyn Quass hat im Gemeinderat das Konzept des Waldkindergartens als Alternative zum kommunalen Kindergarten in Heimsheim vorgestellt. Das Ziel des Vereins ist es, den Kindern ihren ursprünglichen Spielraum näher zu bringen. Durch das Spielen im Freien sollen die Kinder ihre Motorik verbessern, Naturerfahrungen machen und einen Sinn für Tier- und Umweltschutz entwickeln. Sie werden zwar einen geschützten Bauwagen haben, die meiste Zeit jedoch draußen in der Natur verbringen.

Mehrere Gemeinderatsmitglieder fühlten sich durch den Beschlussantrag nach der Vorstellung des Konzepts übergangen. „Mir fehlen die Alternativen, Zahlen und Fakten“, bemängelte Gemeinderatsmitglied Uwe Braun (CDU).

Auch Ralf Rüth und Dennis Waldherr (CDU) waren irritiert von der hohen Geschwindigkeit, mit der der Beschluss durch die Verwaltung vorangetrieben wurde. Rüth befürchtete einen Wettbewerb mit der Gemeinde Weissach, die auch Interesse an einer Kooperation mit den Naturkindern Flacht zeigt. Bürgermeister Jürgen Troll betonte, dass die Kapazität an Heimsheims Betreuungsplätzen fast ausgeschöpft sei. Für die Verwaltung sei es in der nächsten Zeit nicht zu stemmen, einen Waldkindergarten auf kommunaler Basis zu eröffnen. Er zeigte sich genervt über das gesamte Gremium, das sich immer wieder an einzelnen Punkten aufhalte und dadurch Entscheidungen hinauszögere. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung Anfang Juni gilt es nun, die offenen Fragen zu klären und einen neuen Beschlussvorschlag anzufertigen. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.