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Der „Liederkranz“ Ottenhausen präsentiert in der Nikolauskirche ein gelungenes Weihnachtskonzert. Foto: Gegenheimer
Der „Liederkranz“ Ottenhausen präsentiert in der Nikolauskirche ein gelungenes Weihnachtskonzert. Foto: Gegenheimer
12.12.2016

Weihnachtskonzert des „Liederkranzes“ Ottenhausen: Anspruchsvoll und abwechslungsreich

Ottenhausen. Zum Weihnachtskonzert des „Liederkranzes“ Ottenhausen in besonderer Form eines Gottesdienstes begrüßte am Sonntagabend Pfarrer Joachim Wassermann die Gäste in der nahezu komplett gefüllten Nikolauskirche.

„Wir haben Fleiß und Mut eingesetzt, um euch eine unvergessliche Zeit zu schenken“, versprach Liederkranz-Vorsitzende Sonja Zendler. Stolze fünf Probentage hatte es in der vorangegangenen Woche gegeben, ehe der ehrgeizige Chorleiter Bernd Philippsen, zufrieden war. Das zahlte sich aus. Fit auf den Punkt präsentierte sich der Chor in seinem 170. Jahr in einem anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Konzert mit altbekannten und neu einstudierten Liedern in deutscher und englischer Sprache. Diese waren von Philippsen geschickt arrangiert für die neun Sopranistinnen, elf Alt- und zwölf Männerstimmen.

Gleich zu Beginn bot der Traditionschor ein außergewöhnliches „In dulci jubilo“ dar, im Ursprung aus dem 14. Jahrhundert und in lateinischer Sprache, eigens gesetzt so, dass zunächst nur der Sopran den Text sang, Alt und Männer eine Untermalung, um dann in Stufen ebenfalls in den Liedtext einzustimmen und diesen immer voller erklingen zu lassen.

Der Kleine Chor beeindruckte mit wechselnder Melodiestimme beim lebhaften „We wish you a merry christmas“ ebenso wie beim neu einstudierten „Hallelujah“, bei dem die Stimmen bei Melodietext und Refrain wechselten, am Ende dreistimmig intonierten und Dirigent Philippsen, konzentriert am Klavier die Einsätze gebend, am Ende den Sängern ein fast euphorisches „Sehr schön!“ zuwarf. Als Einlage präsentierte sich der Chorleiter als Komponist und Pianist eines eigenen Musikwerkes. Vom neu einstudierten „Oh come, Emmanuel“ zog der Kleine Chor die Freude hinüber zum Gospel „I love him“, ehe der Traditionschor als Herzstück und Höhepunkt die von Philippsen komponierte und arrangierte, vertonte „Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2“ zum Besten gab.

Ob der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, die Geburt Jesu, die Engelsverkündigung bei den Hirten: Der Chor war bis zur letzten Note mit Konzentration und Singfreude bei der Sache. Der Applaus belohnte sie dafür.