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Im historischen Chor der Kieselbronner Stephanuskirche gab Martina di Tempio ein beeindruckendes und stimmungsvolles Konzert mit Werken von der Klassik bis zur Moderne. Foto: Manfred Schott
Im historischen Chor der Kieselbronner Stephanuskirche gab Martina di Tempio ein beeindruckendes und stimmungsvolles Konzert mit Werken von der Klassik bis zur Moderne. Foto: Manfred Schott
27.12.2016

Weihnachtskonzert mit Martina di Tempio in der Stephanuskirche Kieselbronn verzauberte die Zuhörer

Kieselbronn. „Es ist schon zur Tradition geworden, dass die Pforzheimer Sopranistin Martina di Tempio uns mit einem vorweihnachtlichen Konzert in der Stephanuskirche erfreut“, sagte Kieselbronns Pfarrer Markus Mall bei der Begrüßung der Gäste. Pfarrer Mall sprach die überleitenden Worte zwischen den Konzertabschnitten. Dabei ging er auch auf die unterschiedlichen Gefühle ein, die in der Advents- und Weihnachtszeit bei den Menschen entstehen. Stress, nicht erfüllte Erwartungen stehen der Freude mit Blick auf die Weihnachtsbotschaft der Christenheit gegenüber. Das ansprechende und facettenreiche Programm aus Arien, Liedern und Songs unterschiedlicher Epochen werde mit der Kraft der Musik und des Gesangs unsere Gemüter erfreuen, sagte Marcus Mall.

Das Konzert eröffnete Martina die Tempio mit ihrer einfühlsamen, klaren Sopranstimme mit dem „Caro mio ben – Mein geliebter Schatz, glaube mir“ des italienischen Komponisten Tommaso Giordani. Romantik pur konnten die Gäste bei „Mondnacht“ von Robert Schumann genießen, aber auch die moderne Tonfolge und den Rhythmus der Ballade „Long Time Ago“ von Aaron Copland. Die „Winterweihe – In diesen Tagen neu sich das Licht erfüllt“ und das Lied „Zuneigung – Ja, du weist es teure Seele“, beide komponiert von Richard Strauß, machten die Ausdruckfähigkeit und die Klarheit der Aussprache von Marina di Tempios Stimme besonders deutlich.

Kraftvoll erklangen auch Werke von Georg Friedrich Händel, wie das „Dank, sei dir Herr“ sowie das „Ombra mai fu“ aus der Oper „Xerxes“. Beim „Ave Maria“, dem Gruß an die Gottesmutter von Bach/Gounod, konnte die Sängerin mit ihrem jugendlich dramatischen Sopran gleich wieder eine zurückhaltende Brillanz in ihre Stimme legen. Auch mit den Liedern der zeitgenössischen Komponisten, wie Margret Birkenfeld („Herr, Du bist die Liebe“) und G. Förster („Nimm mein Leben, nimm es ganz“) gab es überzeugende Liedvorträge. Stimmungsvolle Weihnachtslieder, bei denen die Konzertbesucher mitsingen konnten, und das „Guten Abend, gut Nacht“ von Johannes Brahms rundeten den gelungenen Konzertabend der Nachdenklichkeit und der Freude ab. Korrepetitorin Dorothea Schwarz vom Staatstheater Stuttgart begleitete Martina di Tempio in bewährter Weise kongenial am Klavier.