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Gaben musikalischen Edelsteinen beim Auftritt in Ötisheim den richtigen Schliff: „Diana & The Diamonds“.  Foto: Frommer 

Wein, Rock und Balladen bei Winzer Jaggy in Ötisheim

Ötisheim. Angenehmer kann ein Juli-Abend kaum ausklingen: Die in geradezu perfekter Langsamkeit untergehende Sonne erlaubt den 132 Gästen auf der Terrasse vor dem Weingut Jaggy den Verzicht auf Jacken und lange Ärmel.

Ein halbes Dutzend aufmerksamer Service-Kräfte sorgt für das leibliche Wohl der Besucher: Es gibt geschmorte Schweinebäckchen oder panierten Frischkäse, Crème brûlée, Riesling, Grauburgunder oder feinfruchtigen Acolon, eine württemberger Züchtung aus Dornfelder und Lemberger. Für das musikalische Sahnehäubchen sorgt die Mühlacker Rockband „Diana & The Diamonds“: Markus Kernchen (Gitarre), Matthias Adam (Bass), Pascal Vinnay (Percussion) und die Frontfrau Diana Schmitt (Gesang).

Unter dem auskragenden Dach des nach Plänen des Architekten Edmund Binder 1995 fertiggestellten Weinguts bestreitet das junge Quartett sein erstes echtes Konzert seit den beiden Lockdowns. Eröffnungsnummer ist „When Love Comes To Town“, von B.B. King und U2 – auf dem legendären Album „Rattle and Hum“ erstmals 1988 veröffentlicht. Die an sich rockige Nummer kommt an diesem Abend eher auf Samtpfoten daher: Die Band spielt beim „Summerfeeling unplugged“ mit deutlich reduziertem Schlagwerk und Akustikgitarre. Diana & The Diamonds blicken auf „anderthalb Jahre ohne Musik“ zurück. Bassist Matthias Adam fügt ans Publikum gewandt hinzu: „Wir haben uns extrem auf euch gefreut“.

Auch der nächste Song – „Times Like These“ von den Foo Fighters – hat genau die Zeiten zum Thema, in denen das Leben wieder beginnt. Eindeutige Glanznummer des ersten Sets wird aber das getragene Lied „Nothing Compares To You“ (Original: Sinéad O’Connor), bei dem Diana Schmitts ausdrucksstarke Stimme bestens zur Geltung kommt. Sofort melden sich die Weingut-Gäste mit kräftigem Applaus.

Besondere Aufmerksamkeit und ähnlichen Beifall erfährt beispielsweise auch Markus Kernchen Gitarrenspiel zu „Tie Your Mother Down“, einem der vergleichsweise wenigen Queen-Titel, die noch nicht totgespielt wurden oder zu international angesagten Stadionhymnen avancierten.

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