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Gegen Chemikaliendämpfe aus übergekochter Säure musste sich die Feuerwehr bei einem Einsatz in einer Dietlinger Scheideanstalt kämpfen. © TV-BW
08.06.2011

Weißer Rauch quillt aus Dietlinger Scheideanstalt

KELTERN-DIETLINGEN. Aus dem Dach des Firmengebäudes der Dietlinger Edelmetalle Recycling AG im Gewerbegebiet an der Siemensstraße quillt weißer Rauch, aber das Firmengebäude ist verschlossen und auf die Schnelle kein Verantwortlicher erreichbar. Mit dieser Situation war die Feuerwehr Keltern am frühen Mittwochmorgen konfrontiert. Nachbarn hatten um 5.15 Uhr die Wehrleute alarmiert.

Bildergalerie: Übergekochte Säure und dichter Rauch in Dietlinger Scheideanstalt

Rund 30 Feuerwehrleute aus Keltern und Birkenfeld rückten an. Die Feuerwehr verschaffte sich um 5.39 Uhr gewaltsam Zutritt über Fenster, "was die Alarmanlage auslöste und damit auch die Benachrichtigung der zuständigen Herren", heißt es in einer Stellungnahme der Firma. Über die Alarmkette wurde schließlich ein zuständiger Mitarbeiter informiert, der um 6.15 Uhr vor Ort war.

"Im Labor wurden in einem Laborabzug auf eingeschalteten Heizplatten in vier 5-Liter Behälter stark verdünnte Lösungen eingedampft, was normalerweise über Nacht passiert. Der Wasserdampf wird ausgewaschen und gereinigt (Neutralisation) ins Freie abgegeben. Theoretisch kann sich dabei Wasserdampf bzw. Nebel bilden. Ob das die Ursache ist, ist nicht geklärt. Eine andere Quelle für den weisen Rauch bzw. Nebel wurde bisher nicht gefunden", heßt es in der Mitteilung der Dietlinger Scheideanstalt.

Die Feuerwehrleute sollen, so Einsatzleiter Uwe Renninger festgestellt haben, dass mehrere Säurebehälter durch Überhitzung übergekocht waren. Die Retter stellten die betroffene Heizplatte ab, die entstandenen Chemikalien-Dämpfe wurden über die Absauganlage der Firma ins Freie geblasen. "Grundsätzlich bestand zu keiner Zeit für Umwelt und Nachbarschaft irgendeine Gefahr. Alle behördlichen Auflagen wurden ausreichend beachtet", erklärt die Dietlinger Firma. Und: "Nach Abzug der Feuerwehr wurde die ganz normale Tagesproduktion ohne jegliche Zwischenfälle aufgenommen." jtm/pm

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