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In den Tod flog Uli Blumenthal in Ruhpolding. Foto: Prokoph, Archiv
In den Tod flog Uli Blumenthal in Ruhpolding. Foto: Prokoph, Archiv
02.11.2015

Weltklasse-Drachenflieger aus Bad Wildbad stürzt in Tod

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Montag in Bad Wildbad die Nachricht, dass eine der – auch über die Stadt hinaus – bekanntesten Persönlichkeiten auf besonders tragische Weise ums Leben gekommen sein soll: der Sportler, SPD-Kommunalpolitiker Heimatforscher und Hobbyfotograf Uli Blumenthal.

Die Bayerische Polizei teilte in ihrem Pressebericht mit, dass am Sonntag gegen 12.30 Uhr ein Mann am Rauschberg bei Ruhpolding im Kreis Traunstein mit seinem Hängegleiter tödlich verunglückt war. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand drückte den 68-Jährigen aus Bad Wildbad unmittelbar nach dem Start in südliche Richtung ein Abwind nach unten“, heißt es in dem Bericht. Und weiter: „Dadurch streifte er mit dem rechten Flügel des Hängegleiters Bäume. Er konnte das Fluggerät nicht mehr nach oben bringen und stürzte nur wenige Meter nach dem Start in dem steilen Gelände ab. Der erfahrene Pilot zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.“

Oberstudienrat i. R. Uli Blumenthal gehörte zu den besten Drachenfliegern Deutschlands, war einst Mitglied der Nationalmannschaft und Team-Vize-Europameister. Unter dem Titel „Perfektion im Drachenflug“ veröffentlichte er ein gefragtes Standardwerk. Auch als Hobbyfotograf machte sich der Nachkomme des königlich württembergischen Hoffotografen Karl Blumenthal (1866 bis 1944) einen Namen.