nach oben
20.10.2015

Weniger Gewalttaten dafür mehr Einbrüche in Friolzheim

Friolzheim. In der jüngsten Sitzung des Friolzheimer Gemeinderats stellte der Leiter des Heimsheimer Polizeipostens, Uwe Schweigert, die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2014 vor. Für die Gemeinde nannte er insgesamt 96 erfasste Fälle, bei einer Aufklärungsquote von 50 Prozent. Diese Quote hänge auch damit zusammen, welche Art von Straftaten vorliegen und wie gut die Zeugenhinweise sind. „Manchmal bringt uns auch eine Kleinigkeit weiter“, plädierte er für die zeitnahe Meldung von verdächtigen Beobachtungen. „Was in letzter Zeit gut einschlägt, sind DNA-Nachweise“, erklärte Schweigert weiter. Gerade in diesem und im vergangenen Jahr habe es mehrere DNA-Treffer gegeben. Möglich sei dies auch durch Veränderungen, die sich im Rahmen der Polizeireform ergeben haben, womit er auf die Verfügbarkeit der Techniker abzielte. „Wir haben schon immer Wert auf gute Spurensicherung gelegt, aber das mussten wir selber machen“, erklärte Schweigert. „Heute haben wir den Vorteil, dass wir den Tatort nach der Aufnahme an die Fachleute der Technik abgeben können.“ Die Täter hinterließen fast immer eine Spur, man müsse sie nur finden.

Bei den auffälligen Trends in der Gemeinde führte Schweigert unter anderem einen Rückgang von Rohheitsdelikten an, die von elf Fällen im Jahr 2013 auf sechs Fälle im Jahr 2014 zurückgegangen sind. Hoch ging dagegen die Zahl von einfachen Diebstählen. 28 Fällen im Betrachtungsjahr stehen 15 Fälle im Jahr davor gegenüber. Das wird insbesondere bei den sieben erfassten Ladendiebstählen deutlich, im Jahr zuvor gab es keine. Zu den Tätern gehörten hier auch drei Kinder. Eine Zunahme meldete Schweigert auch im Bereich der Wohnungseinbrüche, die mit vier Fällen zu Buche schlagen, doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Schweigert führte außerdem 13 Vermögensdelikte fünf Fälle von Computerkriminalität, drei Beleidigungsdelikte und sieben Rauschgiftdelikte an.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.