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01.05.2008

Wichtigen Baustein genehmigt

ISPRINGEN. Das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat den Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule mit offenem Angebot an der Grund- und Hauptschule in Ispringen genehmigt.

Diese gute Nachricht überbrachte Hauptamtsleiter Horst Gabel am Dienstag Rektorin Felicitas Heck für die Ispringer Otto-Riehm-Schule. Laut Pressemitteilung des Kultusministeriums wurden im Rahmen des Landesprogramms zum Ausbau von Ganztagsschulen insgesamt 221 Anträge genehmigt. Darunter sind 48 Schulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung. Diese bieten einen verpflichtenden Ganztagsbetrieb an.

Freiwillige Entscheidung

Bei den anderen 173 Schulen, zu denen auch Ispringen gehört, werden offene Ganztagsangebote eingerichtet. Das bedeutet, dass Schüler zwischen herkömmlichem Unterricht und dem Ganztagesangebot wählen können. Hat man sich für die neue Unterrichtsform entschieden, ist allerdings die Teilnahme an allen Unterrichts- und Betreuungsangeboten verpflichtend. Im Enzkreis ist die Otto-Riehm-Schule die einzige, der in dieser Antragsrunde für die Bereiche Grund- und Hauptschule das Ganztagsbetreuungsangebot genehmigt wurde. Der Schule werden zusätzliche Lehrerstunden je Woche für pädagogische Förder- und Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Rektorin Felicitas Heck und das Lehrerkollegium haben in den beiden vergangenen Jahren ein umfassendes Konzept für die erweiterte Betreuung der Schulkinder im Rahmen der Ganztagsschule ausgearbeitet. Dabei konnte man auf dem bestehenden Betreuungsangebot aufkommen, an denen der Förderverein „Bienenkorb“ maßgeblich beteiligt ist. Die Gemeinde hat im Erdgeschoss der Sporthalle entsprechende Räume ausgebaut. Bisher findet dort die Kernzeitbetreuung mit erweitertem Angebot bis jeweils 16.30 Uhr statt. Auch das Mittagessen wird dort eingenommen. Die Hausaufgabenbetreuung findet in Schulräumen statt.

Projekte mit Förderschule

Die Ganztagsschule bietet ab kommendem Schuljahr beispielsweise an den Nachmittagen eine Vertiefung der Unterrichtsthemen oder die Erarbeitung von Lerntechniken an. Je nach Stärken- und Schwächenprofil der Kinder sollen die Angebote individuell differenziert werden. Um aktive und Entspannungsphasen möglich zu machen, gibt es ganztags sportliche Angebote. Im Hauptschulbereich sind auch gemeinsame Projekte mit der benachbarten Behindertenschule Am Winterrain an der Reihe. Besonderer Wert wird auf das Thema Berufsfindung und -orientierung gelegt. Auch Berufspaten soll es geben, die den Schüler bis hin zur Bewerbung begleiten.

Die Gemeinde wird das Foyer der Sporthalle zur Mensa umfunktionieren und die notwendige Küchentechnik einbauen. Das Mittagessen wird gemeinsam mit den Schülern der Winterrainschule gegessen. Auch ein Ruheraum sowie ein Bewegungsraum müssen in Klassenzimmern noch eingerichtet werden.