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Dass die Autos gestohlen waren, will der Angeklagte nicht gewusst haben. 

Widersprüche im Autoschieber-Fall: 48-Jähriger aus dem Enzkreis wegen Hehlerei angeklagt

Enzkreis. Am zweiten Verhandlungstag vor dem Pforzheimer Amtsgericht ist das Bild, das der 48-jährige Angeklagte zum Prozessauftakt von seiner Unschuld gezeichnet hatte, schwer ins Wanken geraten. Dem in Russland geborenen Deutschen aus dem östlichen Enzkreis wird Hehlerei vorgeworfen. Er soll in Pforzheim von einem Litauer drei Autos aus Frankreich gekauft haben – für seine Mutter und seinen Sohn. Dass sie gestohlen waren, will er nicht gewusst haben.

Die Fälle liegen bereits sechs Jahre zurück. Zum Prozess kommt es erst jetzt, weil der Angeklagte zwischenzeitlich schwer erkrankt ist. Seitdem habe er Erinnerungslücken – auch bezüglich von Verträgen, denen zufolge er die Fahrzeuge an einen anderen Litauer weiterverkauft hat. Insgesamt zeige die Aktenlage ein völlig anderes Bild als die Aussage des Angeklagten, so Richter Oliver Weik, der diesen aufforderte, bis zum nächsten Prozesstag am 14. Juli sein Schweigen in zentralen Punkten noch einmal zu überdenken: „Ihr Gedächtnis fällt immer dann aus, wenn’s für Sie brenzlig wird! Ich glaube Ihnen kein Wort!“

Mehr lesen Sie am 1. Juli in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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