Wie geht es mit dem geplanten Wohnareal „Am Hengstberg“ in Höfen weiter?

Höfen. „Wir sind interessant“, soviel steht für den Höfener Bürgermeister Heiko Stieringer fest. Denn spätestens seit Veröffentlichung der Prognos-Studie vor etwa einem Jahr steht es geschrieben: In der kleinen Gemeinde im Oberen Enztal kurz hinter der Kreisgrenze im Landkreis Calw besteht ein hoher Bedarf an Wohnraum. Die Studie stellt der Gemeinde unter anderem aufgrund der guten Verkehrsanbindung und Infrastruktur ein deutliches Bevölkerungswachstum bis 2040 in Aussicht. Und das bei gleichzeitig relativ geringen Wohnraumreserven. „Schnell war klar, dass wir neuen Wohnraum schaffen müssen“, so Stieringer.

Seither arbeitet die Verwaltung gemeinsam mit dem Gemeinderat Hand in Hand an den Plänen für ein großes Neubaugebiet „Am Hengstberg“. Doch die Zeiten für solche Projekte sind nicht rosig. Gerade erst musste die Beratung über den Haushalt vertag werden (die PZ berichtete). Finanziell steht die Gemeinde nicht gut da. Im Entwurf des Haushaltsplans, der Ende Dezember eingebracht worden war, fand sich ein Fehlbetrag in Höhe von 1,8 Millionen Euro wieder. Deutlich zu viel in den Augen der Rechtsaufsichtsbehörde, mit der die Gemeinde von sich aus Kontakt aufgenommen hatte. Die Sanierung der Ochsen- und der Rathausbrücke ist Stieringer zufolge damit bereits gestorben. Zumindest mittelfristig. Und das Baugebiet „Am Hengstberg“ – ein Großprojekt, in das die Gemeinde bereits einiges an Zeit, Geld und Arbeit investiert hat? Noch ist alles offen. Zwar stehen Verwaltung und Gemeinderat weiterhin hinter dem Großprojekt, so der Bürgermeister auf Nachfrage. Denn fest stehe, dass eine Entwicklung in diesem Bereich in Zukunft die einzige Entwicklungsmöglichkeit für Höfen sei. „Ansonsten stehen wir aber mit dem Rücken zur Wand“, so Stieringer. Nun hängt alles davon ab, wie die Rechtsaufsichtsbehörde entscheiden wird. „Nur dann haben wir eine Chance“, sagt er.

„Derzeit warten wir allerdings noch auf den Mustervertrag der KE-Planung, den wir der Rechtsaufsichtsbehörde vorlegen müssen“, so der Bürgermeister weiter.

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