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Wenn‘s Leckereien gibt, lassen sich die Wiederkäuer nicht lange bitten. Hier im Bild mit Förster Bernhard Brenneis im Eyachtal. Foto: Marx
Wenn‘s Leckereien gibt, lassen sich die Wiederkäuer nicht lange bitten. Hier im Bild mit Förster Bernhard Brenneis im Eyachtal. Foto: Marx
Auch auf Mauerresten fühlen sich die Paarhufer sichtlich wohl. Foto: Marx
Auch auf Mauerresten fühlen sich die Paarhufer sichtlich wohl. Foto: Marx
Dieser Baum wird konsequent entrindet. Foto: Marx
Dieser Baum wird konsequent entrindet. Foto: Marx
18.08.2017

Wiederkäuer sind im Eyachtal fleißige Forsthelfer

Neuenbürg. Das Ziegenbeweidungsprojekt im Eyachtal macht Förster Bernhard Brenneis vom Revier Dobel-Eschbach sichtlich Spaß. Der 56-Jährige strahlt über beide Ohren, als er die rasch liebgewonnenen Wiederkäuer mit Haselnussblättern füttert und Ausschau nach einigen Exemplaren hält, die sich am Elektrozaun stets als erste blicken lassen. An den gelben Ohrenmarken lassen sich die zutraulichen Paarhufer, bei denen es sich vornehmlich um Burenziegen handelt, leicht identifizieren.

Um den Zuschlag für das genannte Ziegenbeweidungsprojekt hatte sich das Enzkreis-Forstamt erfolgreich beworben. Bis 2020 stehen 10.000 Euro zur Verfügung, um mit tierischer Hilfe Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen im Eyachtal beispielhaft umzusetzen.

Die 68 Ziegen werden über einen Zeitraum von vier Wochen eingesetzt und sorgen für eine sogenannte Stoßbeweidung. Die fleißigen wie gefräßigen Vierbeiner räumen im umzäunten Areal zuverlässig auf. Dabei gehen die Ziegen nicht nur auf Gräser und Kräuter los, sondern misten auch Büsche aus und nagen Gehölze an. Die herausragende Eigenschaft des Gehölzverbisses ist bei diesem Projekt ausdrücklich erwünscht. Während an anderer Stelle im Forst das Abnagen der Rinde durch Wild naturgemäß unerwünscht ist, dürfen sich die Ziegen ausdrücklich dazu eingeladen sehen, eifrig zuzubeißen. Brenneis erläutert: „Im Gegensatz zu Schaf und Rind als reine Grasfresser sind Ziegen Mischfresser.“ Sie seien „ideal für das Zurückdrängen von auch widerstandsfähigen Sukzessionspflanzen und so perfekt für die Pflege von verbuschten Naturschutzflächen“.

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