nach oben
Die Gruppe des Kreisgeschichtsvereins Calw, geführt von Straubenhardts Altbürgermeister Willi Rutschmann (im Vordergrund rechts mit Brille), schaut sich im alten Schlosshof von Ottenhausen um. Foto: Privat
Die Gruppe des Kreisgeschichtsvereins Calw, geführt von Straubenhardts Altbürgermeister Willi Rutschmann (im Vordergrund rechts mit Brille), schaut sich im alten Schlosshof von Ottenhausen um. Foto: Privat
11.07.2017

Wildbad-Attentätern auf der Spur - Altbürgermeister Rutschmann führt durch Straubenhardt

Straubenhardt/Bad Wildbad. Bei den Herzogswiesen auf der Höhe über Schwann in Richtung Dennach sollen die aufständischen Ritter aus den Reihen der Martinsvögel 1367 ihre Soldaten zum Attentat auf den zum Baden in Wildbad weilenden Grafen Eberhardt gesammelt haben. Der Angriff ist zwar misslungen, aber hinterlässt den Nachweis einer 650-jährigen Badekultur in der Stadt im nördlichen Schwarzwald. Bad Wildbad feiert das Jubiläum in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen.

Der Kreisgeschichtsverein Calw (KGV), der aus diesem Anlass das Buch „Das Wildbad im Schwarzwald – seit mehr als 650 Jahren baden und heilen“ herausgegeben hat, besuchte bei seinem jüngsten Treffen die Enzkreis-Gemeinde Straubenhardt.

Durch diese führte deren früherer Bürgermeister Willi Rutschmann die wissbegierige Gruppe. Am Treffpunkt Schwanner Warte blieb der KGV-Vorsitzende Hans Schabert zunächst bei der jüngeren Geschichte. Die sechs, bei der Gebietsreform im Land in den 1970er-Jahren zu Straubenhardt zusammengeschlossenen Dörfer Conweiler, Feldrennach, Ottenhausen, Pfinzweiler, Schwann und Langenalb (einziger badischer Ort) entwickelten sich im Umland von Pforzheim inzwischen zu einer Gemeinde mit 11 000 Einwohnern. Das württembergische Gebiet wurde dem Oberamt Neuenbürg zugeordnet.

Der Zusammenschluss der Bezirke Neuenbürg, Nagold und Calw führte 1938 zum Landkreis Calw. Dieser verlor im Rahmen der Gebietsreform 1973 in Baden-Württemberg neben der ehemaligen Oberamtsstadt im Enztal auch das benachbarte Gebiet nach Norden bis an die Pforzheimer Stadtgrenze: Birkenfeld, Engelsbrand und Straubenhardt sowie Kelterns Ortsteil Niebelsbach. Rutschmann wusste zu berichten, dass die Burg Straubenhardt oberhalb von Schwann verschwunden ist: „Sie wurde nach dem Angriff auf den Grafen in Wildbad zerstört und nach weiteren Streitigkeiten mit den Württembergern 1392 geschliffen.“

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.