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Mit dem Wildretter auf dem Feld arbeiten der Vorsitzende Fritz Dittus (links) und Johannes Trautwein, Projektleiter Kitzrettung bei „Natur in Keltern“.  Foto: Privat 

Wildretter über Spenden finanziert: „Natur in Keltern“ macht Kitz-Kontrollen

Keltern. Der Verein „Natur in Keltern“ ist mit Mitgliedern und weiteren Naturfreunden in der Rehkitz-Rettung aktiv. Nun gibt es einen neuen technischen Helfer.

In den ersten Lebenswochen haben die Kitze den sogenannten Drückinstinkt, der sie vor Fressfeinden schützen soll. Dabei handle es sich eigentlich um eine sehr sinnvolle Überlebensstrategie, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins Natur in Keltern: Das Jungtier drücke sich auf den Boden und verharre in dieser Position – unabhängig davon, welche Gefahr ihm droht. „Dies bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass ein Mähwerk für das Kitz den sicheren Tod bedeutet, da es nicht flüchten wird“, schreibt der Verein. Dadurch würden laut der Deutschen Wildtierstiftung jährlich bundesweit rund 100 000 Kitze grausam getötet.

Die Gruppe von Aktiven in der Kitzrettung hat sich zum Ziel gesetzt, durch verschiedene Maßnahmen vor der Mahd, die Kitze aufzuspüren und rechtzeitig von ihren Plätzen zu entfernen. Um die Jungtiere zu finden, werden verschiedene Hilfsmittel genutzt. Dazu gehören neben Drohnen auch sogenannte Wildretter. Dabei handelt es sich um Geräte, die von einem Helfer durch das zu mähende Feld getragen werden und dabei - basierend auf Infrarot - die Kitze aufspüren. Einen solchen Wildretter konnte Natur in Keltern jüngst durch Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen finanzieren.

Mehr darüber lesen Sie am Mittwoch, 25. Mai in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.