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Wolfsexperte Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg bei der Veranstaltung im PZ-Forum. Foto: Meyer
Wolfsexperte Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg bei der Veranstaltung im PZ-Forum. Foto: Meyer
12.06.2018

Wildtierökologe Micha Herdtfelder informiert über den Wolf im PZ-Forum

Pforzheim/Enzkreis. Das Thema Wolf ist zugkräftig: Das bewies die mit 140 Teilnehmern gut besuchte Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) aus Freiburg.

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Pforzheimer Wildparks und vor dem Hintergrund einer Wolfsattacke bei Bad Wildbad mit über 40 toten Schafen war das PZ-Forum unter dem Titel „Die Rückkehr des Wolfes“ ein Angebot, das Freunde und Gegner des Raubtieres zusammenfinden ließ: wenn auch nur räumlich. Denn in der Diskussion wurde deutlich, dass es sehr gegensätzliche Sichtweisen zum Wolf gibt. Auch ein erfahrener Mediator wie Herdtfelder vermag es kaum, die Emotionen unter Kontrolle zu bringen. Auf jeden Fall überzeugte der fürs Wolf-Monitoring in Baden-Württemberg zuständige Wildtierökologe stringent durch Sachinformationen.

Der Experte gab es viele Fragen Antworten. Wie schnell vermehren sich Wölfe? Bei gutem Nahrungsangebot rasch. In Deutschland gab es 2014/15 noch 30 Rudel, 2016/17 waren es bereits 60 Rudel: eine Verdoppelung in zwei Jahren. Wer steht vorzugsweise auf der Speisekarte der Wölfe? Das ist von der FVA statistisch erfasst: Rehe (55 Prozent), Rotwild (21%), Wildschweine (18%). Sind auch andere Tiere gefährdet? Durchaus, sofern keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Neben Schafen und Ziegen sind selbst Rinder nicht sicher. Greifen Wölfe Menschen an? Das ist zumindest in Mitteleuropa sehr unwahrscheinlich, wenn es um gesunde Tiere geht.

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