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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Seit 2003 ihrem Markenzeichen treu geblieben ist die Wilferdinger Faschingsgruppe Keltereckesel. Foto: Zachmann
Seit 2003 ihrem Markenzeichen treu geblieben ist die Wilferdinger Faschingsgruppe Keltereckesel. Foto: Zachmann
06.02.2018

Wilferdinger Faschingsgruppe feiert närrischen 22. Geburtstag

Remchingen-Wilferdingen. Zur fünften Jahreszeit gibt es für die Wilferdinger Keltereckesel kein Halten mehr im Stall. Die Faschingsgruppe, die ihren Treffpunkt im noch heute von vielen Bauernhäusern und Scheunen geprägten Gebiet nahe der Alten Kirche hat, feiert in diesem Jahr ihren närrischen 22. Geburtstag.

Und das zusammen mit der ganzen Region, samt Jubiläumswagen – beispielsweise bei den Umzügen durch Singen, Bilfingen und Ittersbach. Auch in Düsseldorf oder bei der Buurefasnacht in Weil am Rhein sind die Keltereckesel als Fußgruppe keine Unbekannten: „Das ist wie beim Campen“, vergleicht Hans-Peter Gutjahr, „du gehst als Fremder in die Fremde und kommst als Freund zurück.“

Die mit dem niedlichen Blick

Zur Sympathie der glöckchen-behangenen Esel dürfte ihr friedlich-niedlicher Blick beitragen. „Zwar verbinden viele den Winteraustrieb mit Krambus-Masken, unser Lohn ist es aber, in strahlende Kindergesichter zu schauen, anstatt sie zu erschrecken. Der Spaß steht bei uns im Vordergrund“, erklärt Michael Schulz, der die Masken als Rohlinge beim Schnitzer Wolfgang Ducksch aus Oberkrich bestellt und dann bemalt, anpasst und mit dem Pferdeschweif versieht. Vom Guss an von den Eseln selbst gemacht sind die Verkaufs-Masken in verschiedenen Größen, die bei Umzügen bei Jung und Alt gut im Kurs stehen.

Die Eselherde ist stets offen für Nachwuchs und hat mittlerweile auch manche nicht in Remchingen wohnende Mitglieder. Dennoch ist die Zahl der Masken und Hästräger begrenzt auf zwei Dutzend – und soll es auch bleiben: „So kennt wirklich jeder jeden, man weiß um seine Macken und Probleme – und zusammen können wir viel Spaß haben“, verdeutlicht Matthias Griguscheit, der im Keltereck wohnt und seit dem Tod des langjährigen Gastgebers Rolf Kälber seine Garage als Treffpunkt zur Verfügung stellt.

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