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Neue Urnengrabfelder wurden auf dem Wimsheimer Friedhof bereits angelegt, jetzt geht die Gemeinde weitere Arbeiten an. Auch die Gebühren steigen. Foto: Fux
Neue Urnengrabfelder wurden auf dem Wimsheimer Friedhof bereits angelegt, jetzt geht die Gemeinde weitere Arbeiten an. Auch die Gebühren steigen. Foto: Fux
06.06.2017

Wimsheim erhöht deutlich die Friedhofs- und Bestattungsgebühren

Wimsheim. Sterben wird in Wimsheim deutlich teurer. Denn wie Kämmerer Anton Dekreon in der Gemeinderatsitzung ausführlich erklärte, strebt die Gemeinde, wenn möglich, eine Kostendeckung zwischen 50 und 60 Prozent an. Da über Jahre die Gebühren nicht angehoben wurden, müssen Angehörige nun bei der Bestattung oder bei der Benutzung der Leichenhalle deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei einigen Friedhofs- und Bestattungsgebühren müssen sie etwa das Doppelte hinblättern.

„Wir sollten künftig diese Gebühren alle drei Jahre überprüfen, dann ist der Sprung nach oben nicht so groß“, schlug Roland Holz (Wimsheim Miteinander) vor. Ein Vorschlag, der am gesamten Ratstisch auf positives Echo stieß.

Allerdings steckt die Gemeinde auch jede Menge Geld in den Gottesacker und in zeitgemäße Bestattungsformen. Erst jüngst wurden gärtnergepflegte Urnengrabfelder und Stelen angelegt und der Bestimmung übergeben.

Nun geht es an die Sanierung der Wege und Böschungsflächen im östlichen Friedhofsbereich. Vorgesehen ist die Entfernung der Oberflächen des Eingangsbereichs mit Anhebung der Zugangsrampe und somit die Reduzierung des Gefälles. Ebenso werden die Wege erneuert. Geld verschlingt laut Architekt Etienne Cappoen, der die Pläne ausführlich und mit viel Leidenschaft vorstellte, auch der Austausch des verseuchten und nicht frostsicheren Bodens.

Auch eine zusätzliche Wasserentnahmestelle sowie die Abflachung der Böschungsbereiche sind geplant. Um den östlichen Friedhofsteil besser an den westlichen – vorderen – Friedhofsteil anzubinden, ist eine Verbreiterung der Maueröffnung vorgesehen. Die Kosten ohne die Arbeiten an der Friedhofsmauer belaufen sich auf etwa 176.000 Euro. Erst jüngst steckte die Gemeinde in neue Grabfelder und zeitgemäße Bestattungsformen rund 200.000 Euro. Baubeginn für die neuen Maßnahmen soll nun noch vor den Sommerferien sein.