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Freuen sich über die neue Wache in Wimsheim: (von links) Stefan Adam, Herbert Mann, Jürgen Holzinger, Francine Tatio, Professor Wolfgang Kramer, Tibor Killat, Dr. Felix Schumacher, Mario Weisbrich und Wolfgang Scheffelmaier. Foto: Fux
Freuen sich über die neue Wache in Wimsheim: (von links) Stefan Adam, Herbert Mann, Jürgen Holzinger, Francine Tatio, Professor Wolfgang Kramer, Tibor Killat, Dr. Felix Schumacher, Mario Weisbrich und Wolfgang Scheffelmaier. Foto: Fux
09.11.2018

Wimsheim ist Notarzt-Standort

Wimsheim. „Das ist für Wimsheim nicht ganz uneigennützig“, sagte Wimsheims Bürgermeister Mario Weisbrich bei der offiziellen Übergabe der neuen Wache für das Notarzteinsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes, das nun im Wimsheimer Lerchenweg beheimatet ist. Das Fahrzeug war aufgrund eines Gutachtens seit Januar dieses Jahrs tagsüber von Wurmberg gestartet. Als sich die dortigen Räume als nicht ideal herausstellten, folgte ein kurzfristiger Umzug nach Tiefenbronn. Personell mit Notärzten unterstützt wird das DRK vom Pforzheimer Helios Klinikum.

Die Raumsuche von DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Adam ging weiter. Fündig wurde man schließlich in Wimsheim. Die Idee lieferte Bürgermeister Weisbrich: Unkompliziert und unbürokratisch zog der Rettungsdienst nun in ein leerstehendes Haus am Lerchenweg 14 ein und nimmt nächste Woche dort seinen Dienst auf. Das Gebäude ist zwar langfristig für das Gemeindeprojekt „Wohnen im Alter“ vorgesehen, doch bis es soweit ist, steht es dem DRK-Kreisverband zur Verfügung. Präsident Professor Wolfgang Kramer und Stefan Adam sind voll des Lobes. „Ein großes Plus ist die beheizbare Garage, was ein wichtiges Argument zur Aufbewahrung der Medikamente im Winter darstellt“, betonte Adam, der aber auch von den Ruheräumen für die Mitarbeiter und vom Aufenthaltsraum begeistert ist.

„Von einem Gewinn für beide Seiten“, sprach Kramer und hatte auch Anwohner im Blick: „Wir werden uns geräuschlos mit Blaulicht auf den Weg machen und die Sirene erst viel später anschalten.“ „Auch für uns Notärzte ist die neue Wache ein großer Fortschritt, denn wir haben bisher zwei Provisorien erlebt“, so Dr. Felix Schumacher, Chefarzt der Intensiv- und Notfallmedizin am Helios Klinikum in Pforzheim und ärztlicher Verantwortlicher im Rettungsdienst. Das Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes wird nun tagsüber von Wimsheim aus zu medizinischen Notfällen düsen. So könne die Versorgung im östlichen Enzkreis nochmals verbessert werden. Vorbei seien die Zeiten, als das Heckengäu notfallmäßig unterversorgt war.