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Freude über den Wahlsieg bei Panja (von links) und Mario Weisbrich mit ihren Kindern Hanna, Tom und Lea. Foto: Tilo Keller
Landrat Bastian Rosenau (Mitte) gratuliert Mario Weisbrich zur Wiederwahl, rechts Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Foto: Tilo Keller
11.03.2018

Wimsheim will Weisbrich: Der alte ist auch der neue Schultes

Wimsheim. Langanhaltender Applaus und Jubel schallten durchs Wimsheimer Rathaus, als am Sonntagabend das Ergebnis der Bürgermeisterwahl bekannt gegeben wurde: Mit rund 65 Prozent der Stimmen wählten die Bürger Mario Weisbrich in seine zweite Amtszeit. Dass der 44-Jährige sich keine Sorgen machen musste, wurde schon kurz vor der Verkündung des Wahlergebnisses klar: Sein Sohn Tom kam von draußen in den voll besetzten Sitzungssaal und sagte nur ein Wort zu seinem Vater: „Passt.“ Neben dem 15-Jährigen hatten auch die Töchter Lea (17 Jahre) und Hanna (elf Jahre) sowie Ehefrau Panja Weisbrich den alten und neuen Bürgermeister ins Rathaus begleitet.

Bildergalerie: Mario Weisbrich bleibt Schultes in Wimsheim - 1

Bildergalerie: Mario Weisbrich bleibt Schultes in Wimsheim - 2

Weisbrich zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Abschneiden: „Das ist ein schöner Vertrauensbeweis.“ Damit habe er das Ergebnis seiner ersten Wahl verbessert, als er mit rund 57 Prozent die Nachfolge von Karlheinz Schühle antrat. Sicher sei er sich des Erfolgs aber nicht gewesen. „Man rechnet nicht damit, man hofft nur“, betonte er. Der einstige heftige Streit um die Hafner-Ansiedlung habe im Wahlkampf nicht die Hauptrolle gespielt, so Weisbrich, der am Abend vor der Wahl beim Lions-Benefizkonzert war und erst nach dem Aufräumen der Halle mitten in der Nacht nach Hause kam. Heute holt ihn schon wieder der Alltag ein: Morgens im Rathaus, dann Kreistag und abends eine Sitzung der Vereine. „Ich bin aufgeräumt“, so der Wahlsieger.

Seine Konkurrentin Beate Lämmle-Koziollek reagierte auf ihr Resultat von knapp 32 Prozent gelassen. „Ich nehme das Ergebnis sportlich, das ist Demokratie“, sagte sie noch bevor das Ergebnis verkündet wurde. Sie gehörte zu Weisbrichs ersten Gratulanten. „Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm erhalten bleibe: In der Bürgerfragestunde bei den Gemeinderatssitzungen“, so die 53-Jährige. Sie habe im Wahlkampf viele positive Erfahrungen gemacht, betonte sie und schloss nicht aus, bei der nächsten Gemeinderatswahl anzutreten. Pierre Heckmann und Friedhild Anni Miller spielten bei der Wahl praktisch keine Rolle.

Landrat Bastian Rosenau freute sich über die hohe Wahlbeteiligung von rund 70 Prozent und das klare Ergebnis. „Es ist ein schönes Signal dafür, dass nun Ruhe reinkommt“, unterstrich er und spielte auf die Auseinandersetzungen um die Hafner-Ansiedlung an. Der Rückhalt der Bevölkerung sei ein gutes Signal für Mario Weisbrich.

Kandidat

Stimmen

Prozent

Weisbrich , Mario

1036

65,53 %

Miller , Fridi

7

0,44 %

Heckmann , Pierre

32

2,02 %

Lämmle-Koziollek , Beate

504

31,88 %

Sonstige

2

0,12 %

Wahlberechtigte

2273

Wähler insgesamt

1585

Wahlbeteiligung

69,73 %

Gültige Stimmen

1581

Ungültige Stimmen

4