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Die Gestaltung der Ortsmitte wird die Gemeinde auch in den nächsten Jahren beschäftigen. Mit dem Spatenstich wurde jüngst ein Anfang gemacht. Foto: Fux (Archiv)
Die Gestaltung der Ortsmitte wird die Gemeinde auch in den nächsten Jahren beschäftigen. Mit dem Spatenstich wurde jüngst ein Anfang gemacht. Foto: Fux (Archiv)
22.12.2016

Wimsheim will bis zu zwei Millionen investieren

Wimsheim. Der Gemeinde spült die Erhöhung der Grundsteuer B im kommenden Jahr rund 50 000 Euro mehr in die Kasse. Geld, das der Heckengäugemeinde für Investitionen zur Verfügung steht.

2017 müssen Privatpersonen und Gewerbetreibende bei der Grundsteuer B deutlich tiefer in die Tasche greifen, denn der Gemeinderat erhöhte den Hebesatz von 260 auf 300 Prozentpunkte. So müssen Besitzer einer Doppelhaushälfte oder Eigentümer eines kleinen Einfamilienhauses mit etwa 50 Euro mehr rechnen, die sie künftig für die Grundsteuer B im Jahr hinblättern. Bei einem größeren Einfamilienhaus sind es rund 75 Euro mehr. Deutlich teurer wird es für Gewerbetreibende. Dort wirkt sich, je nach Größe des Betriebs, die Erhöhung, diese macht jährlich zwischen rund 250 Euro und mehreren Tausend Euro, finanziell deutlich mehr aus. Mit ein Grund dafür, weshalb Bürgermeister Mario Weisbrich nicht noch zusätzlich am Rad der Gewerbesteuer drehen wollte. Die Grundsteuer B wurde zuletzt 1995 erhöht. Die Erhöhung ist 2017 zu viel“, hatte Sandra Beck-Lankocz (BI) steigende Kindergartenkosten für Familien, aber auch Rentner mit kleinem Geldbeutel im Blick. Doch der Gemeinde spült die Erhöhung der Grundsteuer B rund 50 000 Euro mehr in die Kasse. Geld, das der Heckengäugemeinde für Investitionen zur Verfügung steht.

Über eine Million Euro, darunter Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm, hat die Gemeinde für die Gestaltung der Ortsmitte in der Hinterhand. Allerdings wird der größte Brocken davon vermutlich erst 2018 benötigt.

„Je nach Fortschritt der Arbeiten ist ein Betrag für die Gestaltung des Platzes über dem Parkdeck in den Haushaltsplan 2017 einzustellen. Wir schlagen vor, für das kommende Haushaltsjahr Finanzmittel in Höhe von 200 000 Euro bereitzustellen, die Restfinanzierung erfolgt im Haushalt 2018“, so die Verwaltung. Nachdem mit dem Bau des Parkdecks mit Platz und platzbegrenzendem Gebäude im Bereich der Ortsmitte – es gab Quererlen mit dem Denkmalamt und es fehlte über Jahre ein Investor, wurde der Zuschussantrag immer wieder verlängert – nun bis Ende April des kommenden Jahres. Mit den Erdarbeiten wird im Dezember noch begonnen, so dass die Zuschüsse für das Parkdeck im Rahmen des Landessanierungsprogramms abgerechnet werden können. „Wir wollen doch Leben auf dem Dorfplatz haben, dann sollten wir dort auch freies WLAN anbieten“, regte Hans Lauser (Bürger für Wimsheim) an.

Geld steckt die Gemeinde im kommenden Jahr beispielsweise auch in die Sanierung von Ortsstraßen (270 000 Euro).

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