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Gegen Windräder in der Nähe von Ortschaften spricht sich die Langenbrander Bürgerinitiative aus. 
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Vertreter der Bürgerinitiative Langenbrand „Abstand zur Windkraft“ (von links): Guido Sturm, Reiner Keppler, Siegmund Buchholz, Günter Stach und Wolfgang Arnold. Mayer-ReichaRD 

Windkraft-Gegner aus Langenbrand schalten Kommunalaufsicht ein

Zwei Jahre ist es her, dass sich die Schömberger in einem Bürgerentscheid zu den geplanten Windkraft-Anlagen im Wald bei Langenbrand äußern konnten. Nun üben die Windkraft-Gegner Kritik an dem Entscheid.

Grund: Sie sehen das Votum der Langenbrander nicht ausreichend gewichtet. Nur diese Bürger seien tatsächlich betroffen, abstimmen durften aber alle Schömberger, auch aus weitab liegenden Teilorten wie Bieselsberg oder Schwarzenberg. Deshalb hat die Bürgerinitiative „Abstand zur Windkraft“ nun eine Anfrage an die Kommunalaufsicht gestellt.

„Wir wollen Klarheit schaffen, denn Langenbrand hat sich entschieden.“ Das betonen Guido Sturm, Reiner Keppler, Siegmund Buchholz, Günter Stach und Wolfgang Arnold gestern in einem Pressegespräch. Sie erinnern an das Ergebnis des Bürgerentscheids: In Langenbrand sprach sich die Mehrheit (rund 24 Prozent) gegen die Windräder aus. Im Gesamtort fiel das Ergebnis jedoch anders aus. Eine Mehrheit von rund 30 Prozent der Schömberger sah kein Problem in den Windrädern. Das Votum der Lan-genbrander dürfe man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen, so die Vertreter der Bürgerinitiative. Wenn eine umstrittene Belastung nur einen Ortsteil einer Kommune treffe, stelle sich die Frage: „Wenn deren Bürger bei einem Bürgerentscheid eine Mehrheitsentscheidung treffen, ist diese rechtsgültig?“ Und weiter: „Die Stimmen der nichtbetroffenen Ortsteile sind in diesem Falle unwesentlich und zählen nicht mit?“ Außerdem wird die Frage gestellt, ob das Mehrheitsvotum der Lan-genbrander anders gewürdigt werden könnte.

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