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01.02.2017

Windkraft in Schömberg: Kritiker und Befürworter äußern sich

Für die Windkraft interessierten sich zahlreiche Schömberger Bürger – auch wenn das Thema nicht auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand.

Sowohl Kritiker als auch Befürworter nutzten die Möglichkeit, ihr Anliegen in der Fragestunde vorzubringen. Eine Hotelbesitzerin aus Langenbrand äußerte Bedenken über die Auswirkungen der Windräder auf den Tourismus. Schließlich gebe es in Langenbrand die meisten Übernachtungen im Ort. Sie wollte von Bürgermeister Matthias Leyn wissen, ob es Einbußen beim Tourismus geben werde – und wie hoch sie voraussichtlich seien. Ein anderer Bürger aus Langenbrand befürchtet, dass sein Haus an Wert verlieren wird. Er habe ähnliche Erfahrungen bereits gemacht und einen Verlust von rund 30 Prozent gehabt. „Was kann die Gemeinde dagegen tun?“, wollte der Mann wissen.

Der Bürgermeister betonte, dass der Einfluss der Kommune auf diese Faktoren gering sei. Genaue Einschätzungen über die Auswirkungen der Windräder gebe es nicht. Die Befürworter kritisierten dagegen, dass es nicht vorwärtsgehe. Christina Keppler wollte wissen, wann die juristische Überprüfung der Bauleitplanung abgeschlossen sei. Das passiere zeitnah und werde dann im Gemeinderat besprochen, meinte der Bürgermeister. Keppler sprach auch jüngste Äußerungen des Projektierers BayWa an, der dem Bürgermeister mangelnde Kommunikation vorgeworfen hatte. „Offensichtlich hat der Investor eine andere Haltung als die Gemeinde“, sagte sie und wollte wissen, wo die offenen Punkte seien, die einem Vertragsabschluss im Wege stünden. Matthias Leyn wollte sich zu den Vorwürfen der Firma nicht äußern. Er lasse die Aussagen derzeit von einem Anwalt rechtlich beurteilen, teilte Leyn mit. Er betonte, dass man bei BayWa seit zwei Jahren alle Fakten kenne – aber es passiere nichts. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.