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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
17.07.2015

Windkraft kommt in der Region nicht so recht auf Touren

Beim Ausbau der alternativen Energiequellen ist Baden-Württemberg noch weit von den Vorgaben entfernt – und bei der Windkraft ist der Rückstand besonders eklatant. Bis 2020 sollen zehn Prozent des Energieverbrauchs durch Windräder gedeckt werden. 2014 wurden nach ersten Schätzungen des Umweltministeriums nur 0,9 Prozent erreicht. Die Energiewende gerät somit ins Stocken – auch, weil der Protest wächst: Vier von zehn Deutschen sind gegen Windräder im eigenen Wohnumfeld, deutschlandweit kämpfen rund 700 Bürgerinitiativen dagegen an.

Gesundheitsschäden, Wertverlust und eine Verspargelung der Landschaft befürchtet die Bürgerinitiative Straubenhardt, ähnlich klingen deren Mitstreiter in Engelsbrand, Schömberg, Büchenbronn. Befürworter wie der Feldrennacher Michael Gruner kritisieren dagegen: „Die denken nur bis zum eigenen Gartenzaun.“

395 Anlagen sind derzeit in Betrieb, 2014 kamen nur sieben neue hinzu. Zwar wurden 94 genehmigt – so viele wie nie zuvor. Doch um das Zehn-Prozent-Ziel zu erreichen, wären rund 1200 der Drei-Megawatt-Anlagen nötig, von denen Wircon elf in Straubenhardt bauen möchte. Dies soll bereits 2016 passieren. Mit jeder Verzögerung sinken die Fördersummen.

Von der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Zielmarke wolle man zwar nicht abrücken, sagt Ralf Heinken, Pressesprecher des Umweltministeriums. Eine Verzögerung scheint aber möglich: „Wir sehen keinen Grund, uns wegen des Zieldatums den Kopf zu zerbrechen. Sollte es 2021 werden, ist das vollkommen in Ordnung.“

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