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26.01.2018

Windkraft sorgt erneut für Zündstoff im Engelsbrander Gemeinderat

Engelsbrand. Groß war das Interesse an der letzten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Bastian Rosenau. Die Stühle im Zuhörerbereich reichten nicht aus, denn auch frühere Gemeinderäte waren gekommen, um bei Rosenaus letzter öffentlicher Gemeinderatssitzung in Engelsbrand dabei zu sein.

Und am Ende gab es von Zuhörern und Gemeinderat einen langen und tosenden Applaus für den scheidenden Bürgermeister und künftigen Landrat. Dieser hatte auch für die letzte Sitzung seine Hausaufgaben gemacht. Für Fragen und Unsicherheit sorgten bei manchen Räten und auch bei einem BI-Vertreter indes, dass eine Windkraftfirma in Engelsbrand wieder in Erscheinung getreten ist und Messungen von einem Büro gemacht worden seien, dessen Geschäftsführer Manfred Kleile ist, der am Ratstisch sitzt. Und so hatte für Thomas Kautz (Lebenswertes Engelsbrand) und für seine Fraktionskollegen die Annahme der Spende des Vermessungsbüros in Höhe von 600 Euro für den Kindergarten „ein Geschmäckle“.

Doch für die Mehrheit wurde dies nicht zum Problem, da der Kindergarten bedacht wurde. Was die Tätigkeiten des Windkraftunternehmens angehen, so hat die Gemeinde bereits gehandelt. In einem Gespräch, an dem der stellvertretende Bürgermeister Artur Beffert sowie ein Anwalt der Gemeinde sowie Haupt-und Bauamtsleiter Andreas Herb teilnehmen und Unternehmensvertreter sollen über Pläne, Vorhaben und Sachstand Rede und Antwort stehen. Dabei wird es vermutlich auch um ein Gutachten gehen, das vom Unternehmen angezweifelt wird. Ein BI-Vertreter bedankte sich - bevor er seine Fragen zur Windkraft stellte – bei Rosenau für die objektive Begleitung mit einer Art Mini-Zypresse. „Jetzt arbeiten Sie nicht mehr im Grünen, im Schwarzwald, sondern in Pforzheim“, schob der Bürger die Erklärung für das Geschenk hinterher. Die dazugehörende Flasche Champagner nahm Rosenau nicht an, sondern ließ sie für den Gemeinderat im Anschluss an die Sitzung kalt stellen.