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Symbolbild: obs/Thüga AG/Buchenau Wind GmbH & Co KG, Heil 

Windpark-Betreiber rechnet mit einem guten Stromertrag

Straubenhardt. Die Stromerzeugung im Windpark Straubenhardt wird oft kritisch hinterfragt. Nun legt Betreiber Wirsol erste Zahlen vor. Mit den Werten von 2019 ist Wirsol bislang sehr zufrieden.

„Die Windräder stehen doch die meiste Zeit“, sagen Beobachter der elf Windkraftanlagen im Wald zwischen Straubenhardt, Dennach, Neusatz und Dobel immer wieder. Die Gegner von der Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt rechnen in eigenen Analysen der Stromeinspeisungen in Baden-Württemberg seit langem vor, dass Wind im Land als Energieträger unwirtschaftlich sei. Viel zu schwach wehe es über den Höhen. Jetzt hat das Statistische Bundesamt für den Start ins Jahr 2019 von einem witterungsbedingt kräftigen Sprung der Windkraft berichtet. Zeigt sich das auch in der Region?

„Das erste Halbjahr lief sehr gut“, sagt Jürgen Scheurer, Sprecher des Windpark-Betreibers Wirsol. Das Unternehmen nennt für Straubenhardt auch erste Zahlen. Rund 36,5 Millionen Kilowattstunden Strom hätten die elf Anlagen zwischen Januar und Juli erzeugt. Eine Hochrechnung für das zweite Halbjahr sei wegen der wechselnden Verhältnisse schwierig. Aber Wirsol sieht sich damit im Rahmen der ursprünglichen Prognosen. Bei der Planung hatten Gutachter für den Windpark Straubenhardt inklusive Abschaltungsrisiken mit Jahreserträgen von zwischen 70,4 und 76,7 Millionen Kilowattstunden kalkuliert – Energie für hochgerechnet rund 22000 Haushalte.

Nicht abzulesen ist aus diesen Zahlen, wie stark die Stromerzeugung geschwankt ist. Kritiker bemängeln, dass in windarmen Zeiten Kohlekraftwerke einspringen müssen, bei starkem Wind aber das Netz die Strommengen nicht aufnehmen kann. Allerdings: Das Investoreninteresse am Straubenhardter Windpark bleibt. Wie berichtet, würde die BBE Energie GmbH, zu der die Stadtwerke Bretten, Bruchsal und Ettlingen zusammengeschlossen sind, gerne einsteigen. Die Verhandlungen stagnieren jedoch immer wieder, teilt Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen, enttäuscht mit.

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