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Wind
Wind © Kollros
05.10.2011

Wirbel um Windkraft in der Region

Nordschwarzwald. Die Energie-Wende und ihre Tücken: Kaum hat die grün-rote Landesregierung die Zielmarke verkündet, in diesem Jahrzehnt den Anteil aus Windkraft erzeugter Energie auf „mindestens zehn Prozent“ zu erhöhen, rumort es bei den regionalen Planungsverbänden. Grund: Weniger sie, sondern fortan die Kommunen sollen die Zuständigkeit bei der Ausweisung von Windrad-Standorten erhalten.

Das missfällt teilweise auch den Regionalräten im Nordschwarzwald: Sie sollen nur noch zu solchen Standorten ihren Kommentar abgeben, die sie für eine wirtschaftliche Nutzung von Windenergie als geeignet erachten. Ausschlussgebiete soll es auf Ebene der Regionalpläne nicht mehr geben. Das heißt: Wenn eine Stadt oder Gemeinde einen Punkt für die Aufstellung eines Windrades gut heißt, soll sie im Rahmen ihrer Planungshoheit das Vorhaben in Eigenregie vorantreiben können. Beim Treffen gestern in Baiersbronn erläuterte Regionalverbandsdirektor Dirk Büscher die Landespläne. Kritik kam aus Reihen der Freien Wähler und der CDU. Vertreter von Grünen und SPD dagegen sehen Chancen in der neuen Regelung. Wie geht’s nun weiter? Am 26. Oktober veranstaltet das Land in Karlsruhe eine Regionalkonferenz zum Thema Energiewende und speziell auch zur Zuständigkeit der Regionalverbände in Sachen Windrad-Standorten. Auf der Basis der dort gewonnenen Erkenntnisse wird die Verwaltung des Regionalverbands eine Stellungnahme zur Änderung des Landesplanungsgesetzes entwerfen, die von den Regionalräten bis Mitte November endgültig verabschiedet werden soll. Norbert Kollros