nach oben
Nahezu 200 Bürger kamen in Ispringen zum Thema „Asyl“ in die Ratssitzung. Auch draußen im Foyer und im Nebenzimmer hörten sie den Räten zu. Besucher machten ihrem Ärger über die Flüchtlingspolitik von Bund und Land Luft. Foto: Manfred Schott
Nahezu 200 Bürger kamen in Ispringen zum Thema „Asyl“ in die Ratssitzung. Auch draußen im Foyer und im Nebenzimmer hörten sie den Räten zu. Besucher machten ihrem Ärger über die Flüchtlingspolitik von Bund und Land Luft. Foto: Manfred Schott
30.10.2015

Wohin mit den Flüchtlingen?

Enzkreis/Ispringen. Neuankömmlinge brauchen ein Dach über dem Kopf. Nur wo? Die PZ zeigt, wie die Neuankömmlinge verteilt sind. Am Beispiel Ispringen wird deutlich, dass die Konflikte mit dem Ortsalltag größer werden.

Für den Enzkreis muss derzeit alles möglichst schnell gehen. Noch am Dienstag wusste die Kreisverwaltung nicht, wo die fast 100 Flüchtlinge wohnen können, die kommende Woche erwartet werden. Zwei Mal hatte Landrat Karl Röckinger zuletzt um Nothilfe gebeten. In Gräfenhausen wurde vergangene Woche die Sixthalle als Unterkunft angeboten – trotz der starken Nutzung durch Vereine. Diese Woche kam ein Angebot aus Niefern, das auch eine Halle betrifft, in der bislang viel trainiert wird. Die PZ hat in einer Grafik zusammengetragen, wie die Situation sich darstellt. Wo wie viele Flüchtlinge vorläufig und dauerhaft wohnen und wie viele den Plänen nach dazukommen. Ein Symbol zeigt, wo dafür zum Teil Container oder Zelte benötigt werden.

In Ispringen sollten Zelte entstehen – bei den Sportanlagen an der Turnstraße. Nach emotionaler Debatte fiel am Donnerstagabend erst einmal keine Entscheidung, der Kreis muss noch drei Wochen warten. In dieser Zeit soll die Gemeinde alle im Ort verfügbaren Gebäude und Wohnungen, Hallen und Freiflächen für Asylunterkünfte durchforsten. Vereine und Kirchen sollen eingebunden werden. Bisher sind in Ispringen laut Bürgermeister Volker Winkel knapp 60 Personen in Wohnungen untergebracht. Der Enzkreis hatte nun auf Platz für weitere bis zu 80 Personen in beheizbaren Zelten gehofft – wie in Maulbronn bereits beschlossen. Laut Gemeinde könnte die Belegung der Fläche Aktivitäten der an der Turnstraße aktiven Vereine, Schulen und Kindergärten tangieren. Trotzdem wollte die Verwaltung den Weg für eine zeitlich befristete Notunterkunft frei machen.

Den ganzen Text in voller Länge, eventuell ergänzt um interaktive Elemente, lesen Sie als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.